Ordenskirche - Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bayreuth-St. Georgen
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Bayreuth

St. Georgen 50, 95448 Bayreuth, Deutschland

Ordenskirche Bayreuth St. Georgen | Geschichte & Fotos

Die Ordenskirche in Bayreuth-St. Georgen ist ein Ort, an dem Stadtgeschichte, Glauben und barocke Baukunst auf außergewöhnlich dichte Weise zusammenkommen. Sie gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bayreuth St. Georgen, deren Gemeindegebiet im Nordosten Bayreuths liegt und mehrere Gebäude und Gemeindehäuser umfasst. In St. Georgen selbst prägt die Kirche seit über drei Jahrhunderten das Bild des Stadtteils und gilt bis heute als dessen Wahrzeichen. Schon die offizielle Stadt- und Tourismusdarstellung beschreibt St. Georgen als historisch gewachsenen Ort mit barockem Charakter, in dem die Kirche als markanter Bezugspunkt des Viertels sichtbar bleibt. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/))

Wer die Ordenskirche besucht, erlebt also nicht nur einen sakralen Raum, sondern einen Schlüssel zum Verständnis von Bayreuths barocker Erweiterung. Die Kirche entstand als Teil einer einheitlich geplanten Stadtanlage, wurde in die Flucht der barocken Stadtstruktur eingebunden und auf das ehemalige Ordensschloss ausgerichtet. Genau diese Verbindung von Architektur, Machtanspruch, Frömmigkeit und städtischer Ordnung macht die Ordenskirche für Besucherinnen und Besucher so spannend. Gleichzeitig ist sie heute ein lebendiger Gemeindestandort mit Gottesdiensten, Kirchenmusik, digitalen Angeboten und Veranstaltungen, die weit über den reinen Denkmalcharakter hinausgehen. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Geschichte, Gründung und barocke Stadtanlage

Die historische Wurzel der Ordenskirche liegt in der barocken Planstadt St. Georgen am See. Nach den Angaben der Gemeinde und des Kirchenflyers begann die Entwicklung des Areals 1702 mit der Gründung dieser Stadtanlage. Der eigentliche Kirchenbau folgte zwischen 1705 und 1711, geplant von Gottfried von Gedeler. Die Einweihung erfolgte am 23. April 1711, also am Georgstag, ein Datum, das nicht zufällig gewählt wurde, sondern unmittelbar zum Selbstverständnis des Bauherrn und zur Symbolik des Ortes passt. 1718 kam der Turm hinzu, entworfen von Johann David Räntz. Damit wurde die Kirche zu einem früh vollendeten, zugleich aber mehrfach ergänzten Bauwerk, das bis heute die barocke Idee von Ordnung, Repräsentation und Glauben sichtbar macht. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Die Kirche trug ursprünglich den Namen Sophienkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. Dahinter steht Markgraf Georg Wilhelm, der die neue Stadt noch als Erbprinz anlegen ließ und sie als persönliche, höfische und geistliche Bühne verstand. Der Name verweist auf seine Mutter Sophie, die den Bau finanziell unterstützt hatte, bevor sie 1702 starb. Ebenso wichtig ist die Verbindung zum Orden der Aufrichtigkeit, lateinisch und französisch als Ordre de la sincérité bekannt, aus dem später der Rote Adlerorden hervorging. Die Kirche war also nicht nur Pfarrkirche, sondern auch Hofkirche und Versammlungsort dieses Ritterordens. Bis heute erinnern die Wappenschilder der Mitglieder, insgesamt 83 Tafeln, an diese Funktion und an das repräsentative Selbstverständnis der Stifterzeit. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Die Lage der Kirche ist ebenfalls kein Zufall, sondern Teil der barocken Stadtinszenierung. Die Straßen der Planstadt waren auf das Schloss ausgerichtet, und die Kirche fügt sich in diese Achse ein. Der Altar steht deshalb nicht klassisch nach Osten, sondern nach Norden, weil die gesamte Komposition auf das ehemalige Ordensschloss an der heutigen Bernecker Straße bezogen ist. Dieser städtebauliche Zusammenhang macht die Ordenskirche zu einem besonders anschaulichen Beispiel dafür, wie sehr Architektur in der barocken Residenzstadt Bayreuth auch politisches Denken und herrschaftliche Ordnung ausdrückte. Wer heute durch St. Georgen geht, sieht also nicht nur eine einzelne Kirche, sondern den Kern einer sorgfältig geplanten Stadtkulisse mit erstaunlich viel historischer Kontinuität. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Grundriss, Turm und Innenraum der Ordenskirche

Schon von außen zeigt die Ordenskirche, dass sie kein gewöhnlicher Kirchenbau ist. Der Grundriss folgt einem griechischen, also gleichschenkligen Kreuz, das in der Region als ungewöhnlich und eigenständig gilt. Vier Portale führen in den Kirchenraum, und die Wege im Inneren streben von allen Seiten auf die Mitte zu. Auch die Fassade trägt zum repräsentativen Eindruck bei: Pilaster gliedern die Außenwände, das Portal ist betont hervorgehoben, und der mächtige Turm setzt einen klaren vertikalen Akzent. Der Kirchenflyer beschreibt den Bau als ersten großen und prachtvoll ausgestatteten Neubau im Markgraftum, und genau dieser Eindruck bestätigt sich beim Betreten des Gebäudes. Die äußere Form ist geordnet, symmetrisch und selbstbewusst, ohne überladen zu wirken. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Im Inneren wird aus der baulichen Ordnung eine geistliche Erfahrung. Wer durch das westliche Portal eintritt, gelangt zunächst unter die Empore und dann in einen hellen Raum, der durch rundbogige Fenster, weißes Stuckdekor und die barocke Farbfassung eine fast festliche Leichtigkeit gewinnt. Der Kirchenraum wirkt dadurch nicht dunkel und monumental, sondern offen, licht und konzentriert. Der Blick wird automatisch nach oben gelenkt, wo die helle Decke mit ihren Bildern und dem feinen Stuck den Raum weit erscheinen lässt. Gerade die Kombination aus architektonischer Geschlossenheit und optischer Weite ist eine der besonderen Stärken der Ordenskirche. Sie macht den Innenraum zu einem Ort, der nicht nur zum Beten, sondern auch zum Innehalten und bewussten Schauen einlädt. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Zu den wichtigsten Elementen des Raums gehört die Markgrafenloge. Sie ragt in die umlaufende Empore hinein und war der Platz des Bauherrn Georg Wilhelm. Ihre Zurückhaltung ist geradezu programmatisch: Statt üppiger Verzierung steht die Würde der Loge im Vordergrund, betont durch den roten Samtbehang mit Wappen, Initialen und Ordensband. So verbindet sich in der Ordenskirche protestantische Liturgie mit höfischer Repräsentation auf sehr klare Weise. Auch die umlaufenden Emporen aus Espenholz gehören zum Raumeindruck, ebenso der barocke Orgelprospekt und der festliche Aufbau, der den Kirchenraum akustisch und optisch ordnet. Die Kirche ist damit nicht nur Denkmal, sondern ein sorgfältig komponierter Raum, in dem Architektur, Musik und Andacht aufeinander abgestimmt sind. ([markgrafenkirchen.de](https://www.markgrafenkirchen.de/wp-content/uploads/2020/01/Flyer-BT-Ordenskirche-website.pdf))

Kanzelaltar, Taufstein und Bildprogramm

Das Zentrum des Kirchenraums bildet der Taufstein, und genau darin liegt eine der stärksten Aussagen der Ordenskirche. Er steht nicht in einer Seitennische, sondern mitten im Raum. Der sechseckige Stein aus rosenfarbig geadertem Marmor trägt die Buchstaben G W M Z B, also einen unmittelbaren Hinweis auf Georg Wilhelm Markgraf zu Brandenburg. Geschaffen wurde er 1716 von Elias Räntz, dem bekanntesten Bayreuther Bildhauer der Barockzeit. Besonders eindrucksvoll ist der Holzdeckel mit der Darstellung der Taufe Jesu. Dass über dem Taufstein in der Decke dasselbe Motiv noch einmal erscheint, ist kein Zufall, sondern eine bewusste theologische Doppelung: Die Ordenskirche macht sichtbar, dass die Taufe im Zentrum des christlichen Lebens steht. Der Taufstein wird dadurch zu einem Bild der Sammlung, der Mitte und der Zugehörigkeit. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Gegenüber diesem Mittelpunkt erhebt sich der Orgel-Kanzelaltar, der die beiden protestantischen Sakramente und die Verkündigung zu einem einzigen, eindrucksvollen Ensemble verbindet. Über dem Altar zeigt die Deckenmalerei das Abendmahl, darüber entfaltet sich die Darstellung von Gott Vater und Gott Sohn im Strahlenkranz, während der Heilige Geist in Gestalt der Taube am Kanzeldeckel erscheint. So entsteht ein theologischer Zusammenhang, den man im Raum fast körperlich wahrnimmt. Die Orgel sitzt darüber als krönender Abschluss des Aufbaus und verankert die Musik als Bestandteil des Gottesdienstes. Die Ordenskirche ist damit kein Raum der reinen Anschauung, sondern ein liturgisch durchdachter Festsaal des Glaubens. Gerade die Verbindung von Kanzel, Altar und Musik vermittelt sehr klar, was hier gefeiert wird: Wort, Sakrament und Lobpreis gehören untrennbar zusammen. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Auch das Bildprogramm an Decke und Emporen verdient besondere Aufmerksamkeit. Die Deckenbilder erzählen Szenen aus dem Neuen Testament, ergänzt durch alttestamentliche Motive, die auf Christus hinweisen sollen. Rings um den Kirchenraum hängen zwölf große Passionstafeln, die die Leidensgeschichte Jesu von Abendmahl bis Auferstehung entfalten. Dazu kommen Stuckarbeiten, die mit Akanthusblättern, Fruchtgirlanden und Füllhörnern nicht nur dekorativ wirken, sondern das Bild einer fruchtbaren, von Gott getragenen Welt zeichnen. Diese Bilderbibel ist für die Ordenskirche nicht bloß Schmuck, sondern Teil einer didaktischen und geistlichen Gesamtidee. Besucherinnen und Besucher, die sich Zeit nehmen, entdecken hier einen Raum, in dem jeder Abschnitt und jede Figur eine Funktion im theologischen Gesamtbild hat. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Gottesdienste, Kirchenmusik und Gemeindeleben

Die Ordenskirche ist bis heute ein aktiver Ort des Gemeindelebens. Nach dem aktuellen Gottesdienstplan bildet der sonntägliche Hauptgottesdienst in der Ordenskirche den Mittelpunkt des Lebens in St. Georgen. Er findet derzeit sonntags um 10.30 Uhr statt und wird bewusst als festlicher Gottesdienst für alle Generationen verstanden, mit klassischer und moderner Musik. Die Gemeinde hat zusätzlich Formate für Familien, Kinder und ältere Menschen eingerichtet und weist darauf hin, dass in der Ordenskirche ein Raum für Familien vorhanden ist, in dem Kinder spielen können, während die Eltern dem Gottesdienst folgen. Auch Kindergottesdienste und seniorengerechte Angebote gehören dazu. Das macht die Kirche zu einem sehr inklusiven Gemeinderaum, der unterschiedliche Lebenssituationen ernst nimmt und den Gottesdienst als gemeinschaftliches Ereignis denkt. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/news/1/822800/nachrichten/neue-gottesdienstzeiten.html?utm_source=openai))

Besonders stark ist die musikalische Prägung der Gemeinde. In der Kantorei Bayreuth St. Georgen treffen sich wöchentlich rund 80 Sängerinnen und Sänger dienstags von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr im großen Saal des Gemeindehauses. Unter der Leitung von Kirchenmusiker und Dekanatskantor Michael Lippert werden jährlich in der Regel zwei größere Konzertprojekte erarbeitet, die von Oratorium über Kirchenoper bis Musical reichen. Dazu kommen musikalisch ausgestaltete Gottesdienste, in denen der Chor regelmäßig mitwirkt. Ergänzt wird dieses Bild durch den Posaunenchor, der nicht nur Gottesdienste, Konfirmandeneinzüge und Auftritte auf dem Christkindlesmarkt begleitet, sondern auch an Weihnachten und Silvester vom Kirchturm bläst. Seit 2024 spielen außerdem Bandlieder im Hauptgottesdienst eine größere Rolle, unterstützt durch eine fest installierte Soundanlage und einen Beamer. Die Gemeinde verbindet also Tradition und Gegenwart sehr bewusst. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505022/kirchenmusik.html))

Auch die digitalen und besonderen Gottesdienstformate sind ein fester Teil der heutigen Nutzung. Auf der offiziellen Seite werden Gottesdienste online präsentiert, darunter besondere Feiern aus der Ordenskirche und aus der Stiftskirche. Dazu kamen in den vergangenen Jahren Fernsehgottesdienste mit TV Oberfranken sowie ein Rundfunkgottesdienst. Die Ordenskirche ist damit nicht nur lokaler Treffpunkt, sondern auch ein Raum, der über den Stadtteil hinaus strahlt. Das zeigt sich ebenso in Jubiläen wie der Jubelkonfirmation, bei der ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden nach 50, 25 oder 10 Jahren wieder in ihre Kirche eingeladen werden. So bleibt die Ordenskirche nicht im Modus des bloßen Besichtigens stehen, sondern lebt als Ort von Erinnerung, Gegenwart und neuer Gemeinschaft. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/513061/gottesdienste-online.html))

Öffnungszeiten, Anfahrt und Parken in St. Georgen

Für Besucherinnen und Besucher sind die praktischen Informationen erfreulich klar. Laut Kirchenflyer ist die Ordenskirche von April bis Oktober täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr und von November bis März täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Die Adresse lautet St. Georgen 50 in 95448 Bayreuth. Die Kirchengemeinde selbst ist unter St. Georgen 56 erreichbar, was für die Suche nach Pfarramt, Kontakten und organisatorischen Informationen hilfreich ist. Dadurch lässt sich der Besuch leicht mit den offiziellen Gemeindeangeboten verbinden. Wer sich vorab informieren möchte, findet auf der Website der Gemeinde sowie auf der Seite des Dekanats die wichtigsten Hinweise zu Gottesdiensten, Veranstaltungen und kirchlichem Leben. ([markgrafenkirchen.de](https://www.markgrafenkirchen.de/wp-content/uploads/2020/01/Flyer-BT-Ordenskirche-website.pdf))

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unkompliziert. Die Tourismusseite nennt die Buslinie 301 von der ZOH Bayreuth mit Ausstieg an der Haltestelle Bayreuth Ordenskirche; laut Angabe sind es acht Stationen von der ZOH aus. Wer mit dem Auto kommt, findet laut derselben Quelle diverse kostenfreie Parkplätze rund um die Straßen St. Georgen und Markgrafenallee. Für eine Besichtigung ist zudem wichtig, dass der Stadtteil St. Georgen kostenfrei zugänglich ist. Das macht einen Spaziergang durch das Viertel besonders attraktiv, weil sich der Kirchenbesuch sehr gut mit einem Rundgang durch die barocke Umgebung verbinden lässt. Wer also nicht nur die Kirche selbst, sondern auch den historischen Stadtteil erleben möchte, kann dies ohne komplizierte Vorbereitung tun. ([bayreuth-tourismus.de](https://www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/wilhelmine/st-georgen/))

Zur praktischen Seite gehört auch die Frage nach Barrierefreiheit. Die Gemeinde betont, dass die Ordenskirche für Rollstühle barrierefrei ist und für schwerhörige Besucher besondere Kopfhörer bereitstehen. Das ist bemerkenswert, weil es zeigt, dass ein historischer Raum modern genutzt und zugänglich gemacht wird, ohne seinen Charakter zu verlieren. Gerade für eine Kirche, die so stark von ihrer barocken Bausubstanz lebt, ist das eine wichtige Brücke zwischen Denkmalpflege und Gegenwart. Wer mit Familie, älteren Angehörigen oder mobilitätseingeschränkten Personen unterwegs ist, erhält damit zusätzliche Planungssicherheit. Die Ordenskirche verbindet also historische Tiefe mit zeitgemäßer Besucherfreundlichkeit. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/news/1/822800/nachrichten/neue-gottesdienstzeiten.html?utm_source=openai))

Fotos, 360°-Panorama und besondere Eindrücke

Wer nach Fotos der Ordenskirche sucht, findet schnell reichlich Material auf den offiziellen und tourismusbezogenen Seiten. Die Gemeindeseite zeigt mehrere Bildansichten und verweist auf eine 360°-Panoramaansicht, die einen sehr guten räumlichen Eindruck vermittelt. Ergänzend zeigt die Tourismusseite die Kirche im Kontext des Stadtteils St. Georgen, also nicht isoliert, sondern als Teil eines größeren barocken Ensembles. Genau das ist für visuelle Inhalte besonders wertvoll: Die Ordenskirche lebt nicht nur von ihrer Fassade, sondern auch vom Zusammenspiel mit dem Platz davor, der Straßenführung und den historischen Gebäuden rundherum. Wer fotografiert, sollte deshalb sowohl Details als auch Gesamtansichten mitdenken. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Besonders lohnend sind Aufnahmen des Portals, des Turms und der Lichtstimmung im Innenraum. Die offizielle Beschreibung betont die Wirkung der westlichen Eingänge, des hellen Stucks und der großen Fenster, durch die Sonnenlicht in den Raum fällt. Auch die Markgrafenloge, der Taufstein in der Mitte und der Orgel-Kanzelaltar sind starke Motive, weil sie die besondere Raumidee der Kirche sichtbar machen. Im Außenbereich lohnt sich der Blick auf die Einbindung in den historischen Stadtmarkt von St. Georgen, wo sich die Ordenskirche zusammen mit dem Prinzessinnenhaus und weiteren barocken Resten als Teil eines städtebaulichen Gefüges zeigt. Wer den Stadtteil erkundet, entdeckt außerdem die Kelleranlagen des Sterns von St. Georgen und kann den Besuch mit Stadtführungen oder saisonalen Veranstaltungen wie dem Sternenmarkt verbinden. ([bayreuth-tourismus.de](https://www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/wilhelmine/st-georgen/))

Ein weiteres Detail, das bei Fotos und beim Besuch oft unterschätzt wird, sind die Glocken. Die Ordenskirche hatte ursprünglich drei kleinere Glocken aus dem Jahr 1714. Eine größere Glocke kam 1722 hinzu, wurde aber 1986 beschädigt und später durch eine neue Glocke in derselben Größe ersetzt. Heute verfügt die Kirche über ein fünfstimmiges Geläut mit einer sehr harmonischen Tonfolge. Für viele Besucherinnen und Besucher gehört dieser akustische Eindruck genauso zum Erlebnis wie das Sichtbare. So wird deutlich: Die Ordenskirche ist nicht nur ein schönes Fotomotiv, sondern ein komplexer Erlebnisraum aus Architektur, Klang, Geschichte und Gemeindeleben. Gerade deshalb bleibt sie in Bayreuth-St. Georgen ein Ort, der immer wieder neu entdeckt werden kann. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Quellen:

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Ordenskirche Bayreuth St. Georgen | Geschichte & Fotos

Die Ordenskirche in Bayreuth-St. Georgen ist ein Ort, an dem Stadtgeschichte, Glauben und barocke Baukunst auf außergewöhnlich dichte Weise zusammenkommen. Sie gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bayreuth St. Georgen, deren Gemeindegebiet im Nordosten Bayreuths liegt und mehrere Gebäude und Gemeindehäuser umfasst. In St. Georgen selbst prägt die Kirche seit über drei Jahrhunderten das Bild des Stadtteils und gilt bis heute als dessen Wahrzeichen. Schon die offizielle Stadt- und Tourismusdarstellung beschreibt St. Georgen als historisch gewachsenen Ort mit barockem Charakter, in dem die Kirche als markanter Bezugspunkt des Viertels sichtbar bleibt. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/))

Wer die Ordenskirche besucht, erlebt also nicht nur einen sakralen Raum, sondern einen Schlüssel zum Verständnis von Bayreuths barocker Erweiterung. Die Kirche entstand als Teil einer einheitlich geplanten Stadtanlage, wurde in die Flucht der barocken Stadtstruktur eingebunden und auf das ehemalige Ordensschloss ausgerichtet. Genau diese Verbindung von Architektur, Machtanspruch, Frömmigkeit und städtischer Ordnung macht die Ordenskirche für Besucherinnen und Besucher so spannend. Gleichzeitig ist sie heute ein lebendiger Gemeindestandort mit Gottesdiensten, Kirchenmusik, digitalen Angeboten und Veranstaltungen, die weit über den reinen Denkmalcharakter hinausgehen. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Geschichte, Gründung und barocke Stadtanlage

Die historische Wurzel der Ordenskirche liegt in der barocken Planstadt St. Georgen am See. Nach den Angaben der Gemeinde und des Kirchenflyers begann die Entwicklung des Areals 1702 mit der Gründung dieser Stadtanlage. Der eigentliche Kirchenbau folgte zwischen 1705 und 1711, geplant von Gottfried von Gedeler. Die Einweihung erfolgte am 23. April 1711, also am Georgstag, ein Datum, das nicht zufällig gewählt wurde, sondern unmittelbar zum Selbstverständnis des Bauherrn und zur Symbolik des Ortes passt. 1718 kam der Turm hinzu, entworfen von Johann David Räntz. Damit wurde die Kirche zu einem früh vollendeten, zugleich aber mehrfach ergänzten Bauwerk, das bis heute die barocke Idee von Ordnung, Repräsentation und Glauben sichtbar macht. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Die Kirche trug ursprünglich den Namen Sophienkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. Dahinter steht Markgraf Georg Wilhelm, der die neue Stadt noch als Erbprinz anlegen ließ und sie als persönliche, höfische und geistliche Bühne verstand. Der Name verweist auf seine Mutter Sophie, die den Bau finanziell unterstützt hatte, bevor sie 1702 starb. Ebenso wichtig ist die Verbindung zum Orden der Aufrichtigkeit, lateinisch und französisch als Ordre de la sincérité bekannt, aus dem später der Rote Adlerorden hervorging. Die Kirche war also nicht nur Pfarrkirche, sondern auch Hofkirche und Versammlungsort dieses Ritterordens. Bis heute erinnern die Wappenschilder der Mitglieder, insgesamt 83 Tafeln, an diese Funktion und an das repräsentative Selbstverständnis der Stifterzeit. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Die Lage der Kirche ist ebenfalls kein Zufall, sondern Teil der barocken Stadtinszenierung. Die Straßen der Planstadt waren auf das Schloss ausgerichtet, und die Kirche fügt sich in diese Achse ein. Der Altar steht deshalb nicht klassisch nach Osten, sondern nach Norden, weil die gesamte Komposition auf das ehemalige Ordensschloss an der heutigen Bernecker Straße bezogen ist. Dieser städtebauliche Zusammenhang macht die Ordenskirche zu einem besonders anschaulichen Beispiel dafür, wie sehr Architektur in der barocken Residenzstadt Bayreuth auch politisches Denken und herrschaftliche Ordnung ausdrückte. Wer heute durch St. Georgen geht, sieht also nicht nur eine einzelne Kirche, sondern den Kern einer sorgfältig geplanten Stadtkulisse mit erstaunlich viel historischer Kontinuität. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Grundriss, Turm und Innenraum der Ordenskirche

Schon von außen zeigt die Ordenskirche, dass sie kein gewöhnlicher Kirchenbau ist. Der Grundriss folgt einem griechischen, also gleichschenkligen Kreuz, das in der Region als ungewöhnlich und eigenständig gilt. Vier Portale führen in den Kirchenraum, und die Wege im Inneren streben von allen Seiten auf die Mitte zu. Auch die Fassade trägt zum repräsentativen Eindruck bei: Pilaster gliedern die Außenwände, das Portal ist betont hervorgehoben, und der mächtige Turm setzt einen klaren vertikalen Akzent. Der Kirchenflyer beschreibt den Bau als ersten großen und prachtvoll ausgestatteten Neubau im Markgraftum, und genau dieser Eindruck bestätigt sich beim Betreten des Gebäudes. Die äußere Form ist geordnet, symmetrisch und selbstbewusst, ohne überladen zu wirken. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Im Inneren wird aus der baulichen Ordnung eine geistliche Erfahrung. Wer durch das westliche Portal eintritt, gelangt zunächst unter die Empore und dann in einen hellen Raum, der durch rundbogige Fenster, weißes Stuckdekor und die barocke Farbfassung eine fast festliche Leichtigkeit gewinnt. Der Kirchenraum wirkt dadurch nicht dunkel und monumental, sondern offen, licht und konzentriert. Der Blick wird automatisch nach oben gelenkt, wo die helle Decke mit ihren Bildern und dem feinen Stuck den Raum weit erscheinen lässt. Gerade die Kombination aus architektonischer Geschlossenheit und optischer Weite ist eine der besonderen Stärken der Ordenskirche. Sie macht den Innenraum zu einem Ort, der nicht nur zum Beten, sondern auch zum Innehalten und bewussten Schauen einlädt. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Zu den wichtigsten Elementen des Raums gehört die Markgrafenloge. Sie ragt in die umlaufende Empore hinein und war der Platz des Bauherrn Georg Wilhelm. Ihre Zurückhaltung ist geradezu programmatisch: Statt üppiger Verzierung steht die Würde der Loge im Vordergrund, betont durch den roten Samtbehang mit Wappen, Initialen und Ordensband. So verbindet sich in der Ordenskirche protestantische Liturgie mit höfischer Repräsentation auf sehr klare Weise. Auch die umlaufenden Emporen aus Espenholz gehören zum Raumeindruck, ebenso der barocke Orgelprospekt und der festliche Aufbau, der den Kirchenraum akustisch und optisch ordnet. Die Kirche ist damit nicht nur Denkmal, sondern ein sorgfältig komponierter Raum, in dem Architektur, Musik und Andacht aufeinander abgestimmt sind. ([markgrafenkirchen.de](https://www.markgrafenkirchen.de/wp-content/uploads/2020/01/Flyer-BT-Ordenskirche-website.pdf))

Kanzelaltar, Taufstein und Bildprogramm

Das Zentrum des Kirchenraums bildet der Taufstein, und genau darin liegt eine der stärksten Aussagen der Ordenskirche. Er steht nicht in einer Seitennische, sondern mitten im Raum. Der sechseckige Stein aus rosenfarbig geadertem Marmor trägt die Buchstaben G W M Z B, also einen unmittelbaren Hinweis auf Georg Wilhelm Markgraf zu Brandenburg. Geschaffen wurde er 1716 von Elias Räntz, dem bekanntesten Bayreuther Bildhauer der Barockzeit. Besonders eindrucksvoll ist der Holzdeckel mit der Darstellung der Taufe Jesu. Dass über dem Taufstein in der Decke dasselbe Motiv noch einmal erscheint, ist kein Zufall, sondern eine bewusste theologische Doppelung: Die Ordenskirche macht sichtbar, dass die Taufe im Zentrum des christlichen Lebens steht. Der Taufstein wird dadurch zu einem Bild der Sammlung, der Mitte und der Zugehörigkeit. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Gegenüber diesem Mittelpunkt erhebt sich der Orgel-Kanzelaltar, der die beiden protestantischen Sakramente und die Verkündigung zu einem einzigen, eindrucksvollen Ensemble verbindet. Über dem Altar zeigt die Deckenmalerei das Abendmahl, darüber entfaltet sich die Darstellung von Gott Vater und Gott Sohn im Strahlenkranz, während der Heilige Geist in Gestalt der Taube am Kanzeldeckel erscheint. So entsteht ein theologischer Zusammenhang, den man im Raum fast körperlich wahrnimmt. Die Orgel sitzt darüber als krönender Abschluss des Aufbaus und verankert die Musik als Bestandteil des Gottesdienstes. Die Ordenskirche ist damit kein Raum der reinen Anschauung, sondern ein liturgisch durchdachter Festsaal des Glaubens. Gerade die Verbindung von Kanzel, Altar und Musik vermittelt sehr klar, was hier gefeiert wird: Wort, Sakrament und Lobpreis gehören untrennbar zusammen. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Auch das Bildprogramm an Decke und Emporen verdient besondere Aufmerksamkeit. Die Deckenbilder erzählen Szenen aus dem Neuen Testament, ergänzt durch alttestamentliche Motive, die auf Christus hinweisen sollen. Rings um den Kirchenraum hängen zwölf große Passionstafeln, die die Leidensgeschichte Jesu von Abendmahl bis Auferstehung entfalten. Dazu kommen Stuckarbeiten, die mit Akanthusblättern, Fruchtgirlanden und Füllhörnern nicht nur dekorativ wirken, sondern das Bild einer fruchtbaren, von Gott getragenen Welt zeichnen. Diese Bilderbibel ist für die Ordenskirche nicht bloß Schmuck, sondern Teil einer didaktischen und geistlichen Gesamtidee. Besucherinnen und Besucher, die sich Zeit nehmen, entdecken hier einen Raum, in dem jeder Abschnitt und jede Figur eine Funktion im theologischen Gesamtbild hat. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Gottesdienste, Kirchenmusik und Gemeindeleben

Die Ordenskirche ist bis heute ein aktiver Ort des Gemeindelebens. Nach dem aktuellen Gottesdienstplan bildet der sonntägliche Hauptgottesdienst in der Ordenskirche den Mittelpunkt des Lebens in St. Georgen. Er findet derzeit sonntags um 10.30 Uhr statt und wird bewusst als festlicher Gottesdienst für alle Generationen verstanden, mit klassischer und moderner Musik. Die Gemeinde hat zusätzlich Formate für Familien, Kinder und ältere Menschen eingerichtet und weist darauf hin, dass in der Ordenskirche ein Raum für Familien vorhanden ist, in dem Kinder spielen können, während die Eltern dem Gottesdienst folgen. Auch Kindergottesdienste und seniorengerechte Angebote gehören dazu. Das macht die Kirche zu einem sehr inklusiven Gemeinderaum, der unterschiedliche Lebenssituationen ernst nimmt und den Gottesdienst als gemeinschaftliches Ereignis denkt. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/news/1/822800/nachrichten/neue-gottesdienstzeiten.html?utm_source=openai))

Besonders stark ist die musikalische Prägung der Gemeinde. In der Kantorei Bayreuth St. Georgen treffen sich wöchentlich rund 80 Sängerinnen und Sänger dienstags von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr im großen Saal des Gemeindehauses. Unter der Leitung von Kirchenmusiker und Dekanatskantor Michael Lippert werden jährlich in der Regel zwei größere Konzertprojekte erarbeitet, die von Oratorium über Kirchenoper bis Musical reichen. Dazu kommen musikalisch ausgestaltete Gottesdienste, in denen der Chor regelmäßig mitwirkt. Ergänzt wird dieses Bild durch den Posaunenchor, der nicht nur Gottesdienste, Konfirmandeneinzüge und Auftritte auf dem Christkindlesmarkt begleitet, sondern auch an Weihnachten und Silvester vom Kirchturm bläst. Seit 2024 spielen außerdem Bandlieder im Hauptgottesdienst eine größere Rolle, unterstützt durch eine fest installierte Soundanlage und einen Beamer. Die Gemeinde verbindet also Tradition und Gegenwart sehr bewusst. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505022/kirchenmusik.html))

Auch die digitalen und besonderen Gottesdienstformate sind ein fester Teil der heutigen Nutzung. Auf der offiziellen Seite werden Gottesdienste online präsentiert, darunter besondere Feiern aus der Ordenskirche und aus der Stiftskirche. Dazu kamen in den vergangenen Jahren Fernsehgottesdienste mit TV Oberfranken sowie ein Rundfunkgottesdienst. Die Ordenskirche ist damit nicht nur lokaler Treffpunkt, sondern auch ein Raum, der über den Stadtteil hinaus strahlt. Das zeigt sich ebenso in Jubiläen wie der Jubelkonfirmation, bei der ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden nach 50, 25 oder 10 Jahren wieder in ihre Kirche eingeladen werden. So bleibt die Ordenskirche nicht im Modus des bloßen Besichtigens stehen, sondern lebt als Ort von Erinnerung, Gegenwart und neuer Gemeinschaft. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/513061/gottesdienste-online.html))

Öffnungszeiten, Anfahrt und Parken in St. Georgen

Für Besucherinnen und Besucher sind die praktischen Informationen erfreulich klar. Laut Kirchenflyer ist die Ordenskirche von April bis Oktober täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr und von November bis März täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Die Adresse lautet St. Georgen 50 in 95448 Bayreuth. Die Kirchengemeinde selbst ist unter St. Georgen 56 erreichbar, was für die Suche nach Pfarramt, Kontakten und organisatorischen Informationen hilfreich ist. Dadurch lässt sich der Besuch leicht mit den offiziellen Gemeindeangeboten verbinden. Wer sich vorab informieren möchte, findet auf der Website der Gemeinde sowie auf der Seite des Dekanats die wichtigsten Hinweise zu Gottesdiensten, Veranstaltungen und kirchlichem Leben. ([markgrafenkirchen.de](https://www.markgrafenkirchen.de/wp-content/uploads/2020/01/Flyer-BT-Ordenskirche-website.pdf))

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unkompliziert. Die Tourismusseite nennt die Buslinie 301 von der ZOH Bayreuth mit Ausstieg an der Haltestelle Bayreuth Ordenskirche; laut Angabe sind es acht Stationen von der ZOH aus. Wer mit dem Auto kommt, findet laut derselben Quelle diverse kostenfreie Parkplätze rund um die Straßen St. Georgen und Markgrafenallee. Für eine Besichtigung ist zudem wichtig, dass der Stadtteil St. Georgen kostenfrei zugänglich ist. Das macht einen Spaziergang durch das Viertel besonders attraktiv, weil sich der Kirchenbesuch sehr gut mit einem Rundgang durch die barocke Umgebung verbinden lässt. Wer also nicht nur die Kirche selbst, sondern auch den historischen Stadtteil erleben möchte, kann dies ohne komplizierte Vorbereitung tun. ([bayreuth-tourismus.de](https://www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/wilhelmine/st-georgen/))

Zur praktischen Seite gehört auch die Frage nach Barrierefreiheit. Die Gemeinde betont, dass die Ordenskirche für Rollstühle barrierefrei ist und für schwerhörige Besucher besondere Kopfhörer bereitstehen. Das ist bemerkenswert, weil es zeigt, dass ein historischer Raum modern genutzt und zugänglich gemacht wird, ohne seinen Charakter zu verlieren. Gerade für eine Kirche, die so stark von ihrer barocken Bausubstanz lebt, ist das eine wichtige Brücke zwischen Denkmalpflege und Gegenwart. Wer mit Familie, älteren Angehörigen oder mobilitätseingeschränkten Personen unterwegs ist, erhält damit zusätzliche Planungssicherheit. Die Ordenskirche verbindet also historische Tiefe mit zeitgemäßer Besucherfreundlichkeit. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/news/1/822800/nachrichten/neue-gottesdienstzeiten.html?utm_source=openai))

Fotos, 360°-Panorama und besondere Eindrücke

Wer nach Fotos der Ordenskirche sucht, findet schnell reichlich Material auf den offiziellen und tourismusbezogenen Seiten. Die Gemeindeseite zeigt mehrere Bildansichten und verweist auf eine 360°-Panoramaansicht, die einen sehr guten räumlichen Eindruck vermittelt. Ergänzend zeigt die Tourismusseite die Kirche im Kontext des Stadtteils St. Georgen, also nicht isoliert, sondern als Teil eines größeren barocken Ensembles. Genau das ist für visuelle Inhalte besonders wertvoll: Die Ordenskirche lebt nicht nur von ihrer Fassade, sondern auch vom Zusammenspiel mit dem Platz davor, der Straßenführung und den historischen Gebäuden rundherum. Wer fotografiert, sollte deshalb sowohl Details als auch Gesamtansichten mitdenken. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Besonders lohnend sind Aufnahmen des Portals, des Turms und der Lichtstimmung im Innenraum. Die offizielle Beschreibung betont die Wirkung der westlichen Eingänge, des hellen Stucks und der großen Fenster, durch die Sonnenlicht in den Raum fällt. Auch die Markgrafenloge, der Taufstein in der Mitte und der Orgel-Kanzelaltar sind starke Motive, weil sie die besondere Raumidee der Kirche sichtbar machen. Im Außenbereich lohnt sich der Blick auf die Einbindung in den historischen Stadtmarkt von St. Georgen, wo sich die Ordenskirche zusammen mit dem Prinzessinnenhaus und weiteren barocken Resten als Teil eines städtebaulichen Gefüges zeigt. Wer den Stadtteil erkundet, entdeckt außerdem die Kelleranlagen des Sterns von St. Georgen und kann den Besuch mit Stadtführungen oder saisonalen Veranstaltungen wie dem Sternenmarkt verbinden. ([bayreuth-tourismus.de](https://www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/wilhelmine/st-georgen/))

Ein weiteres Detail, das bei Fotos und beim Besuch oft unterschätzt wird, sind die Glocken. Die Ordenskirche hatte ursprünglich drei kleinere Glocken aus dem Jahr 1714. Eine größere Glocke kam 1722 hinzu, wurde aber 1986 beschädigt und später durch eine neue Glocke in derselben Größe ersetzt. Heute verfügt die Kirche über ein fünfstimmiges Geläut mit einer sehr harmonischen Tonfolge. Für viele Besucherinnen und Besucher gehört dieser akustische Eindruck genauso zum Erlebnis wie das Sichtbare. So wird deutlich: Die Ordenskirche ist nicht nur ein schönes Fotomotiv, sondern ein komplexer Erlebnisraum aus Architektur, Klang, Geschichte und Gemeindeleben. Gerade deshalb bleibt sie in Bayreuth-St. Georgen ein Ort, der immer wieder neu entdeckt werden kann. ([ordenskirche.de](https://www.ordenskirche.de/seite/505294/ordenskirche.html))

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

ND

Norbert Dietz

7. Juni 2026

Die Kirche, deren ursprünglicher Name „Sophienkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit“ lautet, ist der erste große und prachtvoll ausgestattete Neubau. Auch von außen wirkt sie stattlich mit ihrem Grundriss in Form eines gleichschenkligen Kreuzes, den hohen Fenstern, dem Bauschmuck und dem hohen Turm. Doch erst im Inneren beeindruckt der barocke Festsaal (Saalkirche) in seiner ganzen Fülle. Der spätere Markgraf Georg Wilhelm ließ sich in seiner neuen Stadt „St. Georgen am See“ von den besten Baumeistern und Künstlern der Region „seine Kirche“ mit seiner Fürstenloge bauen. Vom Hauptportal im Westen geht man auf den Taufstein aus Marmor zu, der in der Mitte des Raumes steht. Die kostbare Abdeckung, eine Holzschnitzarbeit von Elias Räntz, ist unter der Woche in der Sakristei verwahrt. Oben an der Decke stellt das zentrale Gemälde ebenfalls die Taufe dar. Vorne über dem Altar ist das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern zu sehen. Alle Flächen sind mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament bemalt. Die Bilderfülle passt sich in den Stuck des Hofstuckateurs Bernardo Quadri ein: kräftige Ornamente mit vielen Blumen. Auch der Kanzelaltar und das Gehäuse darüber stammen vom Hofbildhauer Räntz. Über der Kanzel thronen Gott Vater und Sohn, über der Orgel glänzt das goldene Dreieck, beide umgeben vom leuchtenden Strahlenkranz. Ihren heutigen Namen hat die Kirche von den Wappen der Adeligen, die zum „Orden der Aufrichtigen“ gehörten und ihre Wappenschilder an den Emporen anbringen durften.

TS

Tom Steinlein

23. Juni 2026

Wunderbare Kirche aus der Markgrafenzeit in Bayreuth. Passt sich wunderbar in das Ensemble der Straße durch Sankt Georgen ein. Leider haben die meisten der ursprünglich einheimischen Gaststätten aufgegeben. Empfehlenswert ist aber der St. Georgen Döner.

AS

Alex Schätz

29. Mai 2024

Wunderschöne Kirche im Bayreuther Stadtteil St.Georgen. Natürlich kostenlos zu besichtigen.

MR

Matthias Rausch

8. November 2025

Wunderschöne Kirche, deren Geschichte sehr interessant ist. Von den Markgrafen und den dort stattgefundenen Versammlungen der verschiedenen Orden rührt der Name her. Die Wappen der verschiedenen Orden sind in der Kirche an den Emporen zu sehen.

NA

Norbert Adler

11. März 2018

Ich wurde seinerzeit in der Ordenskirche konfirmiert. Kann nur sagen eine coole Kirche.