
Bayreuth
Herderstraße 29, 95447 Bayreuth, Deutschland
Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth | Gedenkstätte & Anfahrt
Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung ist in Bayreuth kein klassischer Veranstaltungsort für Konzerte oder Shows, sondern ein historisch geprägter Erinnerungs- und Bildungsort. Wer heute nach Wilhelm Leuschner sucht, stößt meist auf das Zusammenspiel aus Stiftung, Wilhelm-Leuschner-Zentrum und der städtischen Gedenkstätte im Geburtshaus des Widerstandskämpfers. Auch wenn manche Suchanfragen nach einem Heim oder Seniorenzentrum klingen, zeigen die recherchierten Quellen sehr klar: Gemeint ist eine Stiftung mit Archiv, Bibliothek, Ausstellung, pädagogischer Arbeit und einem festen Platz in der Bayreuther Erinnerungskultur. Genau diese Verbindung macht den Ort in der Herderstraße und in Moritzhöfen so interessant, weil hier historische Forschung und öffentliche Vermittlung eng zusammenkommen. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Im Zentrum steht Wilhelm Leuschner als Gewerkschafter, Sozialdemokrat und Widerstandskämpfer. Die Stiftung arbeitet nicht nur mit historischen Dokumenten, sondern auch mit Projekttagen, Ausstellungen, Vorträgen und digitalen Materialien, die sich an Schulklassen, Vereine und interessierte Besucher richten. Das macht den Standort für die Suchintentionen rund um „Stiftung“, „Gedenkstätte“, „Zentrum“, „Ausstellung“, „Führungen“, „Anfahrt“ und „Öffnungszeiten“ besonders relevant. Wer Bayreuth mit politischer Geschichte, Widerstandskultur und lokaler Biographie verbinden möchte, findet hier einen Ort, der Vergangenheit nicht museal erstarren lässt, sondern als Lern- und Begegnungsraum lebendig hält. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Geschichte der Wilhelm-Leuschner-Stiftung in Bayreuth
Die Geschichte der Wilhelm-Leuschner-Stiftung beginnt mit bürgerschaftlichem Engagement und dem Versuch, ein wichtiges Gebäude und die Erinnerung an eine wichtige Biographie zu bewahren. Bereits seit den 1990er-Jahren setzte sich der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte für den Erhalt des Geburtshauses von Wilhelm Leuschner ein. 1997 stellte die Stadt das Haus unter Denkmalschutz, und im Jahr 2000 wurde ein Abrissantrag der damaligen Eigentümer zum Auslöser einer breiten öffentlichen Mobilisierung. Der Verein bündelte seine Aktivitäten, schrieb prominente Unterstützer wie Richard von Weizsäcker und Hans-Jochen Vogel an und startete die Aktion „Bausteine für das Leuschner-Haus“. So entstand ein politisch und kulturell aufgeladenes Rettungsprojekt, das den späteren Erinnerungsort erst möglich machte. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/stiftung/geschichte))
Die offizielle Geschichte der Stiftung zeigt sehr konkret, wie aus dieser Initiative eine dauerhafte Struktur wurde. Nach Verhandlungen mit der Stadt, einem privaten Eigentümer und weiteren Partnern begann 2001 die Sanierung des Hauses. Im Sommer 2002 wurden die Arbeiten abgeschlossen, und die Stadt Bayreuth mietete Räume im Erdgeschoss für die Gedenkstätte an. Im März 2002 gründeten die Familien Hasibether und Höhn mit Unterstützung des Vereins die Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit einem Stiftungskapital von 50.000 Euro sowie Sachwerten aus Archiv und Büroausstattung. Am 5. April 2002 wurde die Stiftung von der Regierung von Oberfranken anerkannt, am 1. Juli 2002 bezog sie ihre Räume im Dachgeschoss des Geburtshauses. Seit Juli 2012 arbeitet sie in der Herderstraße 29 im heutigen Wilhelm-Leuschner-Zentrum, wo Nachlass, Archiv und Bibliothek dauerhaft zusammengeführt wurden. Diese Entwicklung macht die Stiftung zu einer gewachsenen Institution, nicht zu einem kurzfristigen Projekt. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/stiftung/geschichte))
Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte im Geburtshaus von Moritzhöfen
Die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte der Stadt Bayreuth befindet sich im Geburtshaus des 1890 geborenen Leuschner in Moritzhöfen 25. Laut offizieller Darstellung wurde die Gedenkstätte 2003 eingerichtet und zeigt den Lebensweg des Weimarer Politikers und Widerstandskämpfers in vier Räumen mit fünf thematischen Abschnitten. Das Haus selbst ist Privateigentum, doch die inhaltliche Erschließung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung. Die Ausstellung verbindet Bildtafeln, Exponate und ein biographisches Narrativ, das von Bayreuth über Darmstadt bis Berlin reicht. Wer diese Räume betritt, sieht nicht nur lokale Geschichte, sondern die Verflechtung von Handwerk, Arbeiterbewegung, Weimarer Republik, nationalsozialistischer Verfolgung und Widerstand. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Die Stationen der Ausstellung sind sorgfältig auf Leuschners Lebensweg abgestimmt. In Bayreuth verbrachte er Kindheit, Jugend und Ausbildung; schon früh engagierte er sich gewerkschaftlich und trat 1907 in der Stadt der Gewerkschaft bei. 1913 folgte der Eintritt in die SPD, 1919 wurde er hauptamtlicher Vorsitzender der Gewerkschaften in Darmstadt und in den Stadtmagistrat gewählt. 1924 kam er in den hessischen Landtag, 1928 wurde er Innenminister. Die Ausstellung thematisiert auch seinen Konflikt mit der NSDAP, die Veröffentlichung der sogenannten Boxheimer Dokumente 1931, seine internationale Bedeutung als Gewerkschaftsführer, seine Verhaftung 1933 und die Haft in Börgermoor und Lichtenburg. Die Gedenkstätte ist damit nicht bloß ein Erinnerungsraum, sondern ein verdichtetes Geschichtsbuch, das Leuschners politische Biographie nachvollziehbar und anschaulich macht. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Herderstraße 29, Moritzhöfen 25 und praktische Besuchsinformationen
Für die praktische Orientierung ist die Trennung zwischen Stiftung und Gedenkstätte wichtig. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung sitzt in der Herderstraße 29, 95447 Bayreuth, und ist dort unter Telefon 0921 1507269 erreichbar. Die städtische Gedenkstätte befindet sich im Geburtshaus in Moritzhöfen 25, 95444 Bayreuth, mit den dort von Bayreuth Tourismus genannten Kontaktnummern. Diese Unterscheidung hilft besonders bei Suchanfragen wie „Anfahrt“, „Kontakt“, „Öffnungszeiten“ oder „wo genau liegt die Stiftung“. Wer die Adresse der Stiftung sucht, landet also im Wilhelm-Leuschner-Zentrum; wer das historische Ausstellungshaus besuchen möchte, geht nach Moritzhöfen. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/kontakt))
Die öffentlich ausgewiesenen Besuchszeiten beziehen sich auf die Gedenkstätte: Dienstag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr, geschlossen vom 15. Dezember bis 6. Januar. Der Eintritt ist frei. Das ist für Besucherinnen und Besucher besonders hilfreich, weil die Gedenkstätte damit klar als frei zugänglicher Erinnerungsort positioniert ist, während das Zentrum der Stiftung eher als Arbeits-, Archiv- und Bildungsort funktioniert. Auf der Stiftungsseite wird außerdem darauf hingewiesen, dass der Zugang zum digitalen Nachlass über den Administrator auf Anfrage eingerichtet wird. Wer also nicht nur schauen, sondern tiefer forschen möchte, sollte die Stiftung vorab kontaktieren. Für die Suchintention „Wilhelm Leuschner Anfahrt“ ist daher die wichtigste, verlässliche Kernaussage: Adresse prüfen, Funktion der beiden Orte unterscheiden und die Öffnungszeiten der Gedenkstätte beachten. ([bayreuth-tourismus.de](https://www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/museen/wilhelm-leuschner-gedenkstaette/))
Archiv, Bibliothek und digitale Bildungsarbeit im Leuschner-Zentrum
Das Wilhelm-Leuschner-Zentrum in der Herderstraße 29 ist mehr als eine Verwaltungsadresse. Die offizielle Beschreibung macht deutlich, dass dort der Nachlass Wilhelm Leuschners original aufbewahrt, wissenschaftlich bearbeitet und im Netz digital zur Verfügung gestellt wird. Dazu gehören Archiv, Bibliothek und ein Seminarraum, die seit dem Einzug 2002 im Dachgeschoss des Geburtshauses und seit dem Umzug 2012 im eigenen Zentrum die Grundlage für die wissenschaftliche Arbeit bilden. Besonders wichtig ist dabei, dass der digitale Zugang nicht offen und beliebig ist, sondern auf Anfrage durch den Administrator eingerichtet wird. Das zeigt einerseits den archivischen Anspruch, andererseits den sorgfältigen Umgang mit historischem Material. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Zur Bildungsarbeit gehört auch ein konkretes räumliches Konzept. In der ehemaligen Schreinerwerkstatt im Rückgebäude wurde im Dezember 2003 die Bildungswerkstatt Wilhelm Leuschner eingerichtet; im Februar 2004 begann dort der Seminarbetrieb zur Gedenkstättenarbeit. Diese Bildungswerkstatt ist für die Vermittlung an Schulklassen und Gruppen zentral, weil sie Besuche, Seminare und politische Bildung zusammenführt. Hinzu kommt die Stiftungsausstellung, die erstmals 2014 für das Wilhelm-Leuschner-Zentrum konzipiert wurde und die Biographie Leuschners mit Archivabbildungen und erläuternden Texten aufbereitet. Seit 2026 ist zudem eine Onlinefassung der Ausstellung verfügbar, zusammen mit einer kleinen Broschüre über Leben und Wirken Leuschners, die von der Stiftung ausdrücklich für Vereine, Gewerkschaften und Bildungseinrichtungen empfohlen wird. Wer also nach „Wilhelm Leuschner Ausstellung“, „Nachlass“ oder „Führungen“ sucht, findet hier keinen statischen Museumskatalog, sondern ein Arbeitszentrum für Erinnerungskultur und politische Bildung. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/geburtshaus))
Bayreuther Gespräche, Projekttage und Veranstaltungen
Ein wichtiger Baustein der öffentlichen Arbeit sind die Bayreuther Gespräche, die die Stiftung seit 2005 rund um den Todestag Wilhelm Leuschners organisiert. Die Veranstaltungsreihe verbindet Vorträge, Diskussionen, Zeitzeugengespräche, Theater und schulische Formate. Auf der Website werden dazu nicht nur historische Rückblicke gesammelt, sondern auch aktuelle Programmteile dokumentiert. So gab es 2023 Gespräche mit dem Shoah-Überlebenden Ernst Grube, Führungen durch die Gedenkstätte, eine öffentliche Veranstaltung zum dreißigjährigen Bestehen des Fördervereins und eine Stiftungsratssitzung mit Blick auf Budget und Projekte. Für die regionale Erinnerungskultur ist das bedeutsam, weil die Arbeit nicht auf den Gedenktag beschränkt bleibt, sondern in mehreren Formaten über das Jahr verteilt weitergeführt wird. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/allcategories-de-de/9-bayreuther-gespraeche))
Auch 2024 und 2025 zeigte sich die Breite der Vermittlungsarbeit. Die Stiftung empfahl zur Vor- oder Nachbereitung von Veranstaltungen ausdrücklich den Besuch der Ausstellung in der Herderstraße 29 und der Gedenkstätte in Moritzhöfen 25. In den Bayreuther Gesprächen wurden Theaterstücke wie „Die Vermessung der Demokratie“ eingesetzt, um zivilen Widerstand, den 20. Juli 1944 und Leuschners Rolle im Widerstandsnetz für Schulgruppen greifbar zu machen. 2025 wurde außerdem eine von der Oberfrankenstiftung geförderte Ausstellung zur Leuschner-Biographie vorgestellt, die mit Dokumenten, Bildern und Archivalien aus dem Nachlass erarbeitet wurde und an Schulen weitergegeben werden konnte. Solche Formate zeigen, dass die Stiftung Leuschner nicht nur erinnert, sondern sein Vermächtnis pädagogisch an die Gegenwart bindet. Wer nach „Bayreuther Gespräche“ sucht, findet also eine etablierte Veranstaltungsreihe mit historischer Tiefe und aktuellem Bildungsauftrag. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/allcategories-de-de/9-bayreuther-gespraeche))
Wilhelm Leuschner in Bayreuth: Biographie, Widerstand und Bedeutung
Wilhelm Leuschner bleibt für Bayreuth eine prägende Figur, weil seine Lebensgeschichte hier beginnt und später weit über die Stadt hinauswirkt. Geboren am 15. Juni 1890 in Bayreuth, wuchs er im Handwerkermilieu auf, erlernte das Holzbildhauerhandwerk und wurde früh gewerkschaftlich aktiv. Seine Biographie ist deshalb nicht nur die eines Politikers, sondern auch die eines Menschen, der aus dem Alltag der Arbeiterschaft heraus in die große Geschichte der Weimarer Republik und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus hineinwuchs. Die Gedenkstätte und die Stiftung machen diesen Weg anschaulich: vom Bayreuther Geburtshaus über Darmstadt bis Berlin, vom Gewerkschaftsführer zum Gegner des NS-Staates. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Die Bedeutung des Ortes liegt gerade darin, dass er verschiedene Ebenen verbindet. Er ist ein lokaler Erinnerungsraum, ein Bildungsort für Schulen, ein Archiv für Forschende und ein öffentliches Zeichen für demokratische Verantwortung. Dass die Stiftung seit 2002 arbeitet, dass die Gedenkstätte 2003 eröffnet wurde, dass 2012 ein eigenes Zentrum entstand und dass die Ausstellung heute auch digital verfügbar ist, zeigt eine kontinuierliche Entwicklung statt eines abgeschlossenen Projekts. Leuschner wurde am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet; sein Name steht heute in Bayreuth für Zivilcourage, Demokratie und die Verantwortung, historische Erfahrungen weiterzugeben. Genau deshalb funktionieren Suchbegriffe wie „Wilhelm Leuschner Stiftung Bayreuth“, „Gedenkstätte“, „Zentrum“, „Ausstellung“ und „Führungen“ zusammen: Sie beschreiben nicht nur einen Ort, sondern ein lebendiges Erinnerungsnetzwerk. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Quellen:
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Home
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Geschichte der Stiftung
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Geburtshaus
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Gedenkstätte
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Bayreuther Gespräche
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Kontakt
- Bayreuth Tourismus – Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte
Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth | Gedenkstätte & Anfahrt
Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung ist in Bayreuth kein klassischer Veranstaltungsort für Konzerte oder Shows, sondern ein historisch geprägter Erinnerungs- und Bildungsort. Wer heute nach Wilhelm Leuschner sucht, stößt meist auf das Zusammenspiel aus Stiftung, Wilhelm-Leuschner-Zentrum und der städtischen Gedenkstätte im Geburtshaus des Widerstandskämpfers. Auch wenn manche Suchanfragen nach einem Heim oder Seniorenzentrum klingen, zeigen die recherchierten Quellen sehr klar: Gemeint ist eine Stiftung mit Archiv, Bibliothek, Ausstellung, pädagogischer Arbeit und einem festen Platz in der Bayreuther Erinnerungskultur. Genau diese Verbindung macht den Ort in der Herderstraße und in Moritzhöfen so interessant, weil hier historische Forschung und öffentliche Vermittlung eng zusammenkommen. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Im Zentrum steht Wilhelm Leuschner als Gewerkschafter, Sozialdemokrat und Widerstandskämpfer. Die Stiftung arbeitet nicht nur mit historischen Dokumenten, sondern auch mit Projekttagen, Ausstellungen, Vorträgen und digitalen Materialien, die sich an Schulklassen, Vereine und interessierte Besucher richten. Das macht den Standort für die Suchintentionen rund um „Stiftung“, „Gedenkstätte“, „Zentrum“, „Ausstellung“, „Führungen“, „Anfahrt“ und „Öffnungszeiten“ besonders relevant. Wer Bayreuth mit politischer Geschichte, Widerstandskultur und lokaler Biographie verbinden möchte, findet hier einen Ort, der Vergangenheit nicht museal erstarren lässt, sondern als Lern- und Begegnungsraum lebendig hält. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Geschichte der Wilhelm-Leuschner-Stiftung in Bayreuth
Die Geschichte der Wilhelm-Leuschner-Stiftung beginnt mit bürgerschaftlichem Engagement und dem Versuch, ein wichtiges Gebäude und die Erinnerung an eine wichtige Biographie zu bewahren. Bereits seit den 1990er-Jahren setzte sich der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte für den Erhalt des Geburtshauses von Wilhelm Leuschner ein. 1997 stellte die Stadt das Haus unter Denkmalschutz, und im Jahr 2000 wurde ein Abrissantrag der damaligen Eigentümer zum Auslöser einer breiten öffentlichen Mobilisierung. Der Verein bündelte seine Aktivitäten, schrieb prominente Unterstützer wie Richard von Weizsäcker und Hans-Jochen Vogel an und startete die Aktion „Bausteine für das Leuschner-Haus“. So entstand ein politisch und kulturell aufgeladenes Rettungsprojekt, das den späteren Erinnerungsort erst möglich machte. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/stiftung/geschichte))
Die offizielle Geschichte der Stiftung zeigt sehr konkret, wie aus dieser Initiative eine dauerhafte Struktur wurde. Nach Verhandlungen mit der Stadt, einem privaten Eigentümer und weiteren Partnern begann 2001 die Sanierung des Hauses. Im Sommer 2002 wurden die Arbeiten abgeschlossen, und die Stadt Bayreuth mietete Räume im Erdgeschoss für die Gedenkstätte an. Im März 2002 gründeten die Familien Hasibether und Höhn mit Unterstützung des Vereins die Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit einem Stiftungskapital von 50.000 Euro sowie Sachwerten aus Archiv und Büroausstattung. Am 5. April 2002 wurde die Stiftung von der Regierung von Oberfranken anerkannt, am 1. Juli 2002 bezog sie ihre Räume im Dachgeschoss des Geburtshauses. Seit Juli 2012 arbeitet sie in der Herderstraße 29 im heutigen Wilhelm-Leuschner-Zentrum, wo Nachlass, Archiv und Bibliothek dauerhaft zusammengeführt wurden. Diese Entwicklung macht die Stiftung zu einer gewachsenen Institution, nicht zu einem kurzfristigen Projekt. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/stiftung/geschichte))
Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte im Geburtshaus von Moritzhöfen
Die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte der Stadt Bayreuth befindet sich im Geburtshaus des 1890 geborenen Leuschner in Moritzhöfen 25. Laut offizieller Darstellung wurde die Gedenkstätte 2003 eingerichtet und zeigt den Lebensweg des Weimarer Politikers und Widerstandskämpfers in vier Räumen mit fünf thematischen Abschnitten. Das Haus selbst ist Privateigentum, doch die inhaltliche Erschließung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung. Die Ausstellung verbindet Bildtafeln, Exponate und ein biographisches Narrativ, das von Bayreuth über Darmstadt bis Berlin reicht. Wer diese Räume betritt, sieht nicht nur lokale Geschichte, sondern die Verflechtung von Handwerk, Arbeiterbewegung, Weimarer Republik, nationalsozialistischer Verfolgung und Widerstand. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Die Stationen der Ausstellung sind sorgfältig auf Leuschners Lebensweg abgestimmt. In Bayreuth verbrachte er Kindheit, Jugend und Ausbildung; schon früh engagierte er sich gewerkschaftlich und trat 1907 in der Stadt der Gewerkschaft bei. 1913 folgte der Eintritt in die SPD, 1919 wurde er hauptamtlicher Vorsitzender der Gewerkschaften in Darmstadt und in den Stadtmagistrat gewählt. 1924 kam er in den hessischen Landtag, 1928 wurde er Innenminister. Die Ausstellung thematisiert auch seinen Konflikt mit der NSDAP, die Veröffentlichung der sogenannten Boxheimer Dokumente 1931, seine internationale Bedeutung als Gewerkschaftsführer, seine Verhaftung 1933 und die Haft in Börgermoor und Lichtenburg. Die Gedenkstätte ist damit nicht bloß ein Erinnerungsraum, sondern ein verdichtetes Geschichtsbuch, das Leuschners politische Biographie nachvollziehbar und anschaulich macht. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Herderstraße 29, Moritzhöfen 25 und praktische Besuchsinformationen
Für die praktische Orientierung ist die Trennung zwischen Stiftung und Gedenkstätte wichtig. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung sitzt in der Herderstraße 29, 95447 Bayreuth, und ist dort unter Telefon 0921 1507269 erreichbar. Die städtische Gedenkstätte befindet sich im Geburtshaus in Moritzhöfen 25, 95444 Bayreuth, mit den dort von Bayreuth Tourismus genannten Kontaktnummern. Diese Unterscheidung hilft besonders bei Suchanfragen wie „Anfahrt“, „Kontakt“, „Öffnungszeiten“ oder „wo genau liegt die Stiftung“. Wer die Adresse der Stiftung sucht, landet also im Wilhelm-Leuschner-Zentrum; wer das historische Ausstellungshaus besuchen möchte, geht nach Moritzhöfen. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/kontakt))
Die öffentlich ausgewiesenen Besuchszeiten beziehen sich auf die Gedenkstätte: Dienstag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr, geschlossen vom 15. Dezember bis 6. Januar. Der Eintritt ist frei. Das ist für Besucherinnen und Besucher besonders hilfreich, weil die Gedenkstätte damit klar als frei zugänglicher Erinnerungsort positioniert ist, während das Zentrum der Stiftung eher als Arbeits-, Archiv- und Bildungsort funktioniert. Auf der Stiftungsseite wird außerdem darauf hingewiesen, dass der Zugang zum digitalen Nachlass über den Administrator auf Anfrage eingerichtet wird. Wer also nicht nur schauen, sondern tiefer forschen möchte, sollte die Stiftung vorab kontaktieren. Für die Suchintention „Wilhelm Leuschner Anfahrt“ ist daher die wichtigste, verlässliche Kernaussage: Adresse prüfen, Funktion der beiden Orte unterscheiden und die Öffnungszeiten der Gedenkstätte beachten. ([bayreuth-tourismus.de](https://www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/museen/wilhelm-leuschner-gedenkstaette/))
Archiv, Bibliothek und digitale Bildungsarbeit im Leuschner-Zentrum
Das Wilhelm-Leuschner-Zentrum in der Herderstraße 29 ist mehr als eine Verwaltungsadresse. Die offizielle Beschreibung macht deutlich, dass dort der Nachlass Wilhelm Leuschners original aufbewahrt, wissenschaftlich bearbeitet und im Netz digital zur Verfügung gestellt wird. Dazu gehören Archiv, Bibliothek und ein Seminarraum, die seit dem Einzug 2002 im Dachgeschoss des Geburtshauses und seit dem Umzug 2012 im eigenen Zentrum die Grundlage für die wissenschaftliche Arbeit bilden. Besonders wichtig ist dabei, dass der digitale Zugang nicht offen und beliebig ist, sondern auf Anfrage durch den Administrator eingerichtet wird. Das zeigt einerseits den archivischen Anspruch, andererseits den sorgfältigen Umgang mit historischem Material. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Zur Bildungsarbeit gehört auch ein konkretes räumliches Konzept. In der ehemaligen Schreinerwerkstatt im Rückgebäude wurde im Dezember 2003 die Bildungswerkstatt Wilhelm Leuschner eingerichtet; im Februar 2004 begann dort der Seminarbetrieb zur Gedenkstättenarbeit. Diese Bildungswerkstatt ist für die Vermittlung an Schulklassen und Gruppen zentral, weil sie Besuche, Seminare und politische Bildung zusammenführt. Hinzu kommt die Stiftungsausstellung, die erstmals 2014 für das Wilhelm-Leuschner-Zentrum konzipiert wurde und die Biographie Leuschners mit Archivabbildungen und erläuternden Texten aufbereitet. Seit 2026 ist zudem eine Onlinefassung der Ausstellung verfügbar, zusammen mit einer kleinen Broschüre über Leben und Wirken Leuschners, die von der Stiftung ausdrücklich für Vereine, Gewerkschaften und Bildungseinrichtungen empfohlen wird. Wer also nach „Wilhelm Leuschner Ausstellung“, „Nachlass“ oder „Führungen“ sucht, findet hier keinen statischen Museumskatalog, sondern ein Arbeitszentrum für Erinnerungskultur und politische Bildung. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/geburtshaus))
Bayreuther Gespräche, Projekttage und Veranstaltungen
Ein wichtiger Baustein der öffentlichen Arbeit sind die Bayreuther Gespräche, die die Stiftung seit 2005 rund um den Todestag Wilhelm Leuschners organisiert. Die Veranstaltungsreihe verbindet Vorträge, Diskussionen, Zeitzeugengespräche, Theater und schulische Formate. Auf der Website werden dazu nicht nur historische Rückblicke gesammelt, sondern auch aktuelle Programmteile dokumentiert. So gab es 2023 Gespräche mit dem Shoah-Überlebenden Ernst Grube, Führungen durch die Gedenkstätte, eine öffentliche Veranstaltung zum dreißigjährigen Bestehen des Fördervereins und eine Stiftungsratssitzung mit Blick auf Budget und Projekte. Für die regionale Erinnerungskultur ist das bedeutsam, weil die Arbeit nicht auf den Gedenktag beschränkt bleibt, sondern in mehreren Formaten über das Jahr verteilt weitergeführt wird. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/allcategories-de-de/9-bayreuther-gespraeche))
Auch 2024 und 2025 zeigte sich die Breite der Vermittlungsarbeit. Die Stiftung empfahl zur Vor- oder Nachbereitung von Veranstaltungen ausdrücklich den Besuch der Ausstellung in der Herderstraße 29 und der Gedenkstätte in Moritzhöfen 25. In den Bayreuther Gesprächen wurden Theaterstücke wie „Die Vermessung der Demokratie“ eingesetzt, um zivilen Widerstand, den 20. Juli 1944 und Leuschners Rolle im Widerstandsnetz für Schulgruppen greifbar zu machen. 2025 wurde außerdem eine von der Oberfrankenstiftung geförderte Ausstellung zur Leuschner-Biographie vorgestellt, die mit Dokumenten, Bildern und Archivalien aus dem Nachlass erarbeitet wurde und an Schulen weitergegeben werden konnte. Solche Formate zeigen, dass die Stiftung Leuschner nicht nur erinnert, sondern sein Vermächtnis pädagogisch an die Gegenwart bindet. Wer nach „Bayreuther Gespräche“ sucht, findet also eine etablierte Veranstaltungsreihe mit historischer Tiefe und aktuellem Bildungsauftrag. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/allcategories-de-de/9-bayreuther-gespraeche))
Wilhelm Leuschner in Bayreuth: Biographie, Widerstand und Bedeutung
Wilhelm Leuschner bleibt für Bayreuth eine prägende Figur, weil seine Lebensgeschichte hier beginnt und später weit über die Stadt hinauswirkt. Geboren am 15. Juni 1890 in Bayreuth, wuchs er im Handwerkermilieu auf, erlernte das Holzbildhauerhandwerk und wurde früh gewerkschaftlich aktiv. Seine Biographie ist deshalb nicht nur die eines Politikers, sondern auch die eines Menschen, der aus dem Alltag der Arbeiterschaft heraus in die große Geschichte der Weimarer Republik und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus hineinwuchs. Die Gedenkstätte und die Stiftung machen diesen Weg anschaulich: vom Bayreuther Geburtshaus über Darmstadt bis Berlin, vom Gewerkschaftsführer zum Gegner des NS-Staates. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Die Bedeutung des Ortes liegt gerade darin, dass er verschiedene Ebenen verbindet. Er ist ein lokaler Erinnerungsraum, ein Bildungsort für Schulen, ein Archiv für Forschende und ein öffentliches Zeichen für demokratische Verantwortung. Dass die Stiftung seit 2002 arbeitet, dass die Gedenkstätte 2003 eröffnet wurde, dass 2012 ein eigenes Zentrum entstand und dass die Ausstellung heute auch digital verfügbar ist, zeigt eine kontinuierliche Entwicklung statt eines abgeschlossenen Projekts. Leuschner wurde am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet; sein Name steht heute in Bayreuth für Zivilcourage, Demokratie und die Verantwortung, historische Erfahrungen weiterzugeben. Genau deshalb funktionieren Suchbegriffe wie „Wilhelm Leuschner Stiftung Bayreuth“, „Gedenkstätte“, „Zentrum“, „Ausstellung“ und „Führungen“ zusammen: Sie beschreiben nicht nur einen Ort, sondern ein lebendiges Erinnerungsnetzwerk. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Quellen:
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Home
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Geschichte der Stiftung
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Geburtshaus
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Gedenkstätte
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Bayreuther Gespräche
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Kontakt
- Bayreuth Tourismus – Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte
Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth | Gedenkstätte & Anfahrt
Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung ist in Bayreuth kein klassischer Veranstaltungsort für Konzerte oder Shows, sondern ein historisch geprägter Erinnerungs- und Bildungsort. Wer heute nach Wilhelm Leuschner sucht, stößt meist auf das Zusammenspiel aus Stiftung, Wilhelm-Leuschner-Zentrum und der städtischen Gedenkstätte im Geburtshaus des Widerstandskämpfers. Auch wenn manche Suchanfragen nach einem Heim oder Seniorenzentrum klingen, zeigen die recherchierten Quellen sehr klar: Gemeint ist eine Stiftung mit Archiv, Bibliothek, Ausstellung, pädagogischer Arbeit und einem festen Platz in der Bayreuther Erinnerungskultur. Genau diese Verbindung macht den Ort in der Herderstraße und in Moritzhöfen so interessant, weil hier historische Forschung und öffentliche Vermittlung eng zusammenkommen. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Im Zentrum steht Wilhelm Leuschner als Gewerkschafter, Sozialdemokrat und Widerstandskämpfer. Die Stiftung arbeitet nicht nur mit historischen Dokumenten, sondern auch mit Projekttagen, Ausstellungen, Vorträgen und digitalen Materialien, die sich an Schulklassen, Vereine und interessierte Besucher richten. Das macht den Standort für die Suchintentionen rund um „Stiftung“, „Gedenkstätte“, „Zentrum“, „Ausstellung“, „Führungen“, „Anfahrt“ und „Öffnungszeiten“ besonders relevant. Wer Bayreuth mit politischer Geschichte, Widerstandskultur und lokaler Biographie verbinden möchte, findet hier einen Ort, der Vergangenheit nicht museal erstarren lässt, sondern als Lern- und Begegnungsraum lebendig hält. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Geschichte der Wilhelm-Leuschner-Stiftung in Bayreuth
Die Geschichte der Wilhelm-Leuschner-Stiftung beginnt mit bürgerschaftlichem Engagement und dem Versuch, ein wichtiges Gebäude und die Erinnerung an eine wichtige Biographie zu bewahren. Bereits seit den 1990er-Jahren setzte sich der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte für den Erhalt des Geburtshauses von Wilhelm Leuschner ein. 1997 stellte die Stadt das Haus unter Denkmalschutz, und im Jahr 2000 wurde ein Abrissantrag der damaligen Eigentümer zum Auslöser einer breiten öffentlichen Mobilisierung. Der Verein bündelte seine Aktivitäten, schrieb prominente Unterstützer wie Richard von Weizsäcker und Hans-Jochen Vogel an und startete die Aktion „Bausteine für das Leuschner-Haus“. So entstand ein politisch und kulturell aufgeladenes Rettungsprojekt, das den späteren Erinnerungsort erst möglich machte. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/stiftung/geschichte))
Die offizielle Geschichte der Stiftung zeigt sehr konkret, wie aus dieser Initiative eine dauerhafte Struktur wurde. Nach Verhandlungen mit der Stadt, einem privaten Eigentümer und weiteren Partnern begann 2001 die Sanierung des Hauses. Im Sommer 2002 wurden die Arbeiten abgeschlossen, und die Stadt Bayreuth mietete Räume im Erdgeschoss für die Gedenkstätte an. Im März 2002 gründeten die Familien Hasibether und Höhn mit Unterstützung des Vereins die Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit einem Stiftungskapital von 50.000 Euro sowie Sachwerten aus Archiv und Büroausstattung. Am 5. April 2002 wurde die Stiftung von der Regierung von Oberfranken anerkannt, am 1. Juli 2002 bezog sie ihre Räume im Dachgeschoss des Geburtshauses. Seit Juli 2012 arbeitet sie in der Herderstraße 29 im heutigen Wilhelm-Leuschner-Zentrum, wo Nachlass, Archiv und Bibliothek dauerhaft zusammengeführt wurden. Diese Entwicklung macht die Stiftung zu einer gewachsenen Institution, nicht zu einem kurzfristigen Projekt. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/stiftung/geschichte))
Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte im Geburtshaus von Moritzhöfen
Die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte der Stadt Bayreuth befindet sich im Geburtshaus des 1890 geborenen Leuschner in Moritzhöfen 25. Laut offizieller Darstellung wurde die Gedenkstätte 2003 eingerichtet und zeigt den Lebensweg des Weimarer Politikers und Widerstandskämpfers in vier Räumen mit fünf thematischen Abschnitten. Das Haus selbst ist Privateigentum, doch die inhaltliche Erschließung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung. Die Ausstellung verbindet Bildtafeln, Exponate und ein biographisches Narrativ, das von Bayreuth über Darmstadt bis Berlin reicht. Wer diese Räume betritt, sieht nicht nur lokale Geschichte, sondern die Verflechtung von Handwerk, Arbeiterbewegung, Weimarer Republik, nationalsozialistischer Verfolgung und Widerstand. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Die Stationen der Ausstellung sind sorgfältig auf Leuschners Lebensweg abgestimmt. In Bayreuth verbrachte er Kindheit, Jugend und Ausbildung; schon früh engagierte er sich gewerkschaftlich und trat 1907 in der Stadt der Gewerkschaft bei. 1913 folgte der Eintritt in die SPD, 1919 wurde er hauptamtlicher Vorsitzender der Gewerkschaften in Darmstadt und in den Stadtmagistrat gewählt. 1924 kam er in den hessischen Landtag, 1928 wurde er Innenminister. Die Ausstellung thematisiert auch seinen Konflikt mit der NSDAP, die Veröffentlichung der sogenannten Boxheimer Dokumente 1931, seine internationale Bedeutung als Gewerkschaftsführer, seine Verhaftung 1933 und die Haft in Börgermoor und Lichtenburg. Die Gedenkstätte ist damit nicht bloß ein Erinnerungsraum, sondern ein verdichtetes Geschichtsbuch, das Leuschners politische Biographie nachvollziehbar und anschaulich macht. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Herderstraße 29, Moritzhöfen 25 und praktische Besuchsinformationen
Für die praktische Orientierung ist die Trennung zwischen Stiftung und Gedenkstätte wichtig. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung sitzt in der Herderstraße 29, 95447 Bayreuth, und ist dort unter Telefon 0921 1507269 erreichbar. Die städtische Gedenkstätte befindet sich im Geburtshaus in Moritzhöfen 25, 95444 Bayreuth, mit den dort von Bayreuth Tourismus genannten Kontaktnummern. Diese Unterscheidung hilft besonders bei Suchanfragen wie „Anfahrt“, „Kontakt“, „Öffnungszeiten“ oder „wo genau liegt die Stiftung“. Wer die Adresse der Stiftung sucht, landet also im Wilhelm-Leuschner-Zentrum; wer das historische Ausstellungshaus besuchen möchte, geht nach Moritzhöfen. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/kontakt))
Die öffentlich ausgewiesenen Besuchszeiten beziehen sich auf die Gedenkstätte: Dienstag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr, geschlossen vom 15. Dezember bis 6. Januar. Der Eintritt ist frei. Das ist für Besucherinnen und Besucher besonders hilfreich, weil die Gedenkstätte damit klar als frei zugänglicher Erinnerungsort positioniert ist, während das Zentrum der Stiftung eher als Arbeits-, Archiv- und Bildungsort funktioniert. Auf der Stiftungsseite wird außerdem darauf hingewiesen, dass der Zugang zum digitalen Nachlass über den Administrator auf Anfrage eingerichtet wird. Wer also nicht nur schauen, sondern tiefer forschen möchte, sollte die Stiftung vorab kontaktieren. Für die Suchintention „Wilhelm Leuschner Anfahrt“ ist daher die wichtigste, verlässliche Kernaussage: Adresse prüfen, Funktion der beiden Orte unterscheiden und die Öffnungszeiten der Gedenkstätte beachten. ([bayreuth-tourismus.de](https://www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/museen/wilhelm-leuschner-gedenkstaette/))
Archiv, Bibliothek und digitale Bildungsarbeit im Leuschner-Zentrum
Das Wilhelm-Leuschner-Zentrum in der Herderstraße 29 ist mehr als eine Verwaltungsadresse. Die offizielle Beschreibung macht deutlich, dass dort der Nachlass Wilhelm Leuschners original aufbewahrt, wissenschaftlich bearbeitet und im Netz digital zur Verfügung gestellt wird. Dazu gehören Archiv, Bibliothek und ein Seminarraum, die seit dem Einzug 2002 im Dachgeschoss des Geburtshauses und seit dem Umzug 2012 im eigenen Zentrum die Grundlage für die wissenschaftliche Arbeit bilden. Besonders wichtig ist dabei, dass der digitale Zugang nicht offen und beliebig ist, sondern auf Anfrage durch den Administrator eingerichtet wird. Das zeigt einerseits den archivischen Anspruch, andererseits den sorgfältigen Umgang mit historischem Material. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Zur Bildungsarbeit gehört auch ein konkretes räumliches Konzept. In der ehemaligen Schreinerwerkstatt im Rückgebäude wurde im Dezember 2003 die Bildungswerkstatt Wilhelm Leuschner eingerichtet; im Februar 2004 begann dort der Seminarbetrieb zur Gedenkstättenarbeit. Diese Bildungswerkstatt ist für die Vermittlung an Schulklassen und Gruppen zentral, weil sie Besuche, Seminare und politische Bildung zusammenführt. Hinzu kommt die Stiftungsausstellung, die erstmals 2014 für das Wilhelm-Leuschner-Zentrum konzipiert wurde und die Biographie Leuschners mit Archivabbildungen und erläuternden Texten aufbereitet. Seit 2026 ist zudem eine Onlinefassung der Ausstellung verfügbar, zusammen mit einer kleinen Broschüre über Leben und Wirken Leuschners, die von der Stiftung ausdrücklich für Vereine, Gewerkschaften und Bildungseinrichtungen empfohlen wird. Wer also nach „Wilhelm Leuschner Ausstellung“, „Nachlass“ oder „Führungen“ sucht, findet hier keinen statischen Museumskatalog, sondern ein Arbeitszentrum für Erinnerungskultur und politische Bildung. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/geburtshaus))
Bayreuther Gespräche, Projekttage und Veranstaltungen
Ein wichtiger Baustein der öffentlichen Arbeit sind die Bayreuther Gespräche, die die Stiftung seit 2005 rund um den Todestag Wilhelm Leuschners organisiert. Die Veranstaltungsreihe verbindet Vorträge, Diskussionen, Zeitzeugengespräche, Theater und schulische Formate. Auf der Website werden dazu nicht nur historische Rückblicke gesammelt, sondern auch aktuelle Programmteile dokumentiert. So gab es 2023 Gespräche mit dem Shoah-Überlebenden Ernst Grube, Führungen durch die Gedenkstätte, eine öffentliche Veranstaltung zum dreißigjährigen Bestehen des Fördervereins und eine Stiftungsratssitzung mit Blick auf Budget und Projekte. Für die regionale Erinnerungskultur ist das bedeutsam, weil die Arbeit nicht auf den Gedenktag beschränkt bleibt, sondern in mehreren Formaten über das Jahr verteilt weitergeführt wird. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/allcategories-de-de/9-bayreuther-gespraeche))
Auch 2024 und 2025 zeigte sich die Breite der Vermittlungsarbeit. Die Stiftung empfahl zur Vor- oder Nachbereitung von Veranstaltungen ausdrücklich den Besuch der Ausstellung in der Herderstraße 29 und der Gedenkstätte in Moritzhöfen 25. In den Bayreuther Gesprächen wurden Theaterstücke wie „Die Vermessung der Demokratie“ eingesetzt, um zivilen Widerstand, den 20. Juli 1944 und Leuschners Rolle im Widerstandsnetz für Schulgruppen greifbar zu machen. 2025 wurde außerdem eine von der Oberfrankenstiftung geförderte Ausstellung zur Leuschner-Biographie vorgestellt, die mit Dokumenten, Bildern und Archivalien aus dem Nachlass erarbeitet wurde und an Schulen weitergegeben werden konnte. Solche Formate zeigen, dass die Stiftung Leuschner nicht nur erinnert, sondern sein Vermächtnis pädagogisch an die Gegenwart bindet. Wer nach „Bayreuther Gespräche“ sucht, findet also eine etablierte Veranstaltungsreihe mit historischer Tiefe und aktuellem Bildungsauftrag. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/allcategories-de-de/9-bayreuther-gespraeche))
Wilhelm Leuschner in Bayreuth: Biographie, Widerstand und Bedeutung
Wilhelm Leuschner bleibt für Bayreuth eine prägende Figur, weil seine Lebensgeschichte hier beginnt und später weit über die Stadt hinauswirkt. Geboren am 15. Juni 1890 in Bayreuth, wuchs er im Handwerkermilieu auf, erlernte das Holzbildhauerhandwerk und wurde früh gewerkschaftlich aktiv. Seine Biographie ist deshalb nicht nur die eines Politikers, sondern auch die eines Menschen, der aus dem Alltag der Arbeiterschaft heraus in die große Geschichte der Weimarer Republik und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus hineinwuchs. Die Gedenkstätte und die Stiftung machen diesen Weg anschaulich: vom Bayreuther Geburtshaus über Darmstadt bis Berlin, vom Gewerkschaftsführer zum Gegner des NS-Staates. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/gedenkstaette))
Die Bedeutung des Ortes liegt gerade darin, dass er verschiedene Ebenen verbindet. Er ist ein lokaler Erinnerungsraum, ein Bildungsort für Schulen, ein Archiv für Forschende und ein öffentliches Zeichen für demokratische Verantwortung. Dass die Stiftung seit 2002 arbeitet, dass die Gedenkstätte 2003 eröffnet wurde, dass 2012 ein eigenes Zentrum entstand und dass die Ausstellung heute auch digital verfügbar ist, zeigt eine kontinuierliche Entwicklung statt eines abgeschlossenen Projekts. Leuschner wurde am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet; sein Name steht heute in Bayreuth für Zivilcourage, Demokratie und die Verantwortung, historische Erfahrungen weiterzugeben. Genau deshalb funktionieren Suchbegriffe wie „Wilhelm Leuschner Stiftung Bayreuth“, „Gedenkstätte“, „Zentrum“, „Ausstellung“ und „Führungen“ zusammen: Sie beschreiben nicht nur einen Ort, sondern ein lebendiges Erinnerungsnetzwerk. ([wilhelm-leuschner-stiftung.de](https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/home))
Quellen:
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Home
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Geschichte der Stiftung
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Geburtshaus
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Gedenkstätte
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Bayreuther Gespräche
- Wilhelm-Leuschner-Stiftung – Kontakt
- Bayreuth Tourismus – Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte
Bevorstehende Veranstaltungen
Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Keine Bewertungen gefunden

