Gegenüberstellung im Neuen Rathaus Bayreuth: Zwei Positionen aus dem Burgenland

Event: Ausstellung | Gegenüberstellung: Christin Breuil – Manfred Leirer in Neues Rathaus, Ausstellungshalle, Luitpoldplatz 13, 95444 Bayreuth on 9. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

9. Oktober 2026 09:00 Uhr

Veranstaltungsort

Neues Rathaus
Luitpoldpl. 13, 95444 Bayreuth, Germany

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Gegenüberstellung: Zwei künstlerische Positionen aus dem Burgenland in Bayreuth

Die Ausstellung Gegenüberstellung: Christin Breuil – Manfred Leirer bringt vom 8. bis 30. Oktober 2026 zwei eigenständige Stimmen der zeitgenössischen Kunst aus dem Burgenland zusammen. Im Rahmen der Kulturpartnerschaft Burgenland – Bayreuth begegnen sich in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses zwei Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Erinnerung, Landschaft, Farbe und inneren Bildräumen auseinandersetzen.

Malerei zwischen Natur, Poesie und Erinnerung

Christin Breuil lebt und arbeitet in Rotenturm im Burgenland. Ihre Malerei ist von romantischer französischer Lyrik und impressionistischen Bildtraditionen inspiriert. Zarte Farbkompositionen, atmosphärische Übergänge und abstrahierte Landschaftsräume führen in eine Bildwelt, die zwischen Naturerfahrung, Traumlandschaft und Erinnerung oszilliert. Die Werkbetrachtung eröffnet eine stille ästhetische Erfahrung, in der Farbe nicht nur Oberfläche, sondern Trägerin von Stimmung und Wahrnehmung wird.

Manfred Leirer und die sinnliche Materialität der Enkaustik

Manfred Leirer, 1965 in Oberpullendorf geboren, studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Wolfgang Hollegha sowie Philosophie und Psychologie an der Universität Wien. Seit den 1990er-Jahren prägt die Enkaustik sein künstlerisches Schaffen. Bei dieser historischen Wachsmaltechnik werden Farbpigmente mit heißem Bienenwachs verbunden und auf Leinwand oder Holz aufgetragen.

Die Oberfläche seiner Bilder gewinnt dadurch eine besondere haptische und optische Präsenz. Farbschichten erscheinen dicht und körperhaft, zugleich durchscheinend und lichtempfindlich. Landschaft, Tierdarstellung und Figur werden zu offenen Zeichen, in denen sich Beobachtung, Erinnerung und philosophische Reflexion verbinden. Leirer erhielt unter anderem den Goldenen Fügerpreis, den Kunsterzieherpreis sowie Förderpreise für bildende Kunst des Landes Burgenland.

Ein Dialog zweier Bildsprachen

Der Ausstellungstitel beschreibt kein Gegeneinander, sondern eine konzentrierte Gegenüberstellung. Breuils poetisch-abstrahierte Malerei und Leirers materialbetonte Enkaustik eröffnen unterschiedliche Zugänge zur zeitgenössischen Kunst. Hier begegnen sich atmosphärische Farbklänge und gewachsene Wachsschichten, leise Erinnerung und sinnliche Materialität, impressionistische Anmutung und kunsthistorisch verwurzelte Technik.

Die Kuratierung lädt dazu ein, Unterschiede wahrzunehmen und zugleich Verbindungslinien zu entdecken. Beide Positionen verwandeln persönliche Wahrnehmung in eine visuelle Sprache. Für Besucherinnen und Besucher entsteht ein Kunsterlebnis, das Raum für konzentrierte Werkbetrachtung, kulturelle Bildung und individuelle Assoziationen lässt.

Ausstellungsatmosphäre im Neuen Rathaus

Die Ausstellungshalle des Neuen Rathauses bietet den Arbeiten einen zentral gelegenen Innenraum in Bayreuth. Zwischen Licht, Farbe und Material entwickelt sich eine Ausstellungsatmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Die Präsentation eignet sich für Kunstinteressierte, die zeitgenössische Malerei entdecken, kunsthistorische Bezüge nachvollziehen und die Kulturpartnerschaft zwischen Burgenland und Bayreuth unmittelbar erleben möchten.

Fazit: Zwei Perspektiven, ein intensives Kunsterlebnis

Gegenüberstellung: Christin Breuil – Manfred Leirer verbindet poetische Malerei, abstrakte Landschaftsräume und die sinnliche Tiefe der Enkaustik zu einer vielseitigen Ausstellung. Das Publikum erwartet ein konzentrierter Dialog zweier Künstlerpersönlichkeiten, deren Werke Natur, Erinnerung und Material in unterschiedliche Bildformen übersetzen. Wer zeitgenössische Kunst mit regionaler Verwurzelung und international anschlussfähiger Bildsprache erleben möchte, sollte diese Ausstellung live besuchen.

Offizielle Kanäle von Christin Breuil und Manfred Leirer:

Quellen:

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