Milli’s Awakening im Iwalewahaus: Film, Erinnerung und kritische Kunstgeschichte


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Erinnerung als Widerstand: Natasha A. Kellys Filmessay im Iwalewahaus
Am 26. November 2026 lädt das Iwalewahaus der Universität Bayreuth zu einer eindringlichen Verbindung aus Filmscreening und Gespräch ein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm Milli’s Awakening and the Return of Memory aus dem Jahr 2018 von Prof. Dr. Natasha A. Kelly. Die Veranstaltung eröffnet einen kritischen Blick auf Bildgeschichte, Erinnerung und die Darstellung Schwarzer Frauen in der Kunst.
Ein Film zwischen Malerei, Geschichte und Erinnerung
Ausgangspunkt des Films ist Ernst Ludwig Kirchners Gemälde Schlafende Milli von 1911. Natasha A. Kelly begegnet diesem Werk mit den Mitteln des dokumentarischen Films und untersucht die lange Geschichte der Darstellung, Benennung und Interpretation Schwarzer Frauen durch den weißen männlichen Blick. Die filmische Arbeit verbindet kunsthistorische Analyse mit biografischer Spurensuche und gesellschaftlicher Reflexion.
Werkbetrachtung mit politischer Dimension
Die Veranstaltung führt mitten in zentrale Fragen der zeitgenössischen Kunstvermittlung: Wer wird gesehen, wer spricht und wer bestimmt die Bedeutung eines Bildes? Im Zusammenspiel von Malerei, Film und Gespräch entsteht ein Kunsterlebnis, das Sehgewohnheiten hinterfragt und kulturelle Bildung als aktive Auseinandersetzung mit Geschichte erfahrbar macht.
Internationale Perspektive und gemeinsames Gespräch
Der Film wird in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. Im Anschluss sprechen Nadu Hormann und Natasha A. Kelly über die filmische Arbeit und ihre kunsthistorischen sowie gesellschaftlichen Bezüge. Das Gespräch findet auf Deutsch statt; Fragen auf Englisch sind willkommen. So entsteht eine offene Atmosphäre für differenzierte Werkbetrachtung und interkulturellen Austausch.
Ein Abend für kritische ästhetische Erfahrung
Die Ausstellungsatmosphäre des Iwalewahaus und die konzentrierte Filmsituation schaffen Raum für eine ästhetische Erfahrung, die über das reine Sehen hinausführt. Erinnerung erscheint nicht als abgeschlossene Vergangenheit, sondern als lebendige kulturelle Praxis. Der Abend richtet sich an Kunstinteressierte, Studierende und alle, die sich mit visueller Repräsentation, Schwarzer Geschichte und dekolonialer Kunstvermittlung auseinandersetzen möchten.
Fazit: Film und Gespräch als Einladung zum neuen Sehen
Milli’s Awakening and the Return of Memory verspricht einen erkenntnisreichen Abend zwischen Dokumentarfilm, Kunstgeschichte und gesellschaftlicher Debatte. Wer die Wirkung von Bildern verstehen und die Perspektiven auf Schwarze Frauen in der Kunst kritisch erweitern möchte, erlebt im Iwalewahaus einen besonderen Ort für Dialog, Reflexion und kulturelle Bereicherung.
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