Temporalität des Wohnens und Arbeitens: Neue Perspektiven auf mobile Lebensmodelle in Bayreuth


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Wie wir heute wohnen und arbeiten, verändert unsere Städte
Wie mobil ist unser Alltag wirklich – und was bedeutet es, wenn Menschen an mehreren Orten leben, arbeiten oder sich zuhause fühlen? Die GIB Lecture Series der Universität Bayreuth widmet sich am 17. November 2026 einem gesellschaftlich hochaktuellen Thema: der Temporalität des Wohnens und Arbeitens. Prof. Caroline Kramer vom Karlsruher Institut für Technologie stellt Ergebnisse einer Studie in den Großstadtregionen Frankfurt am Main und Leipzig vor.
Zwischen Pendeln, Wohnen auf Zeit und mehreren Lebensmittelpunkten
Die Veranstaltung nimmt Lebensrealitäten in den Blick, die längst über das klassische Bild vom dauerhaften Wohnen an einem einzigen Ort hinausgehen. Befristete Arbeitsverhältnisse, Studium, Ausbildung, Digitalisierung und neue Mobilitätsformen führen zu Wohn- und Arbeitsarrangements, die flexibel, zeitlich begrenzt oder multilokal organisiert sind.
Im Zentrum stehen Fragen nach dem Verhältnis von Arbeit, Wohnort und emotionaler Beheimatung. Wie entstehen Bindungen zu Orten, wenn der Alltag zwischen mehreren Städten geteilt wird? Welche Rolle spielen familiäre Beziehungen, berufliche Anforderungen und individuelle Lebensphasen? Die Studie untersucht diese Dynamiken anhand der Großstadtregionen Frankfurt am Main und Leipzig sowie ausgewählter Umlandgemeinden.
Wissenschaftliche Perspektiven auf nachhaltige Lebensweisen
Der Vortrag ist Teil der GIB Lecture Series zum Thema Klima und Kapitalismus. Damit ordnet die Veranstaltung individuelle Mobilität und veränderte Wohnformen in größere gesellschaftliche und ökologische Zusammenhänge ein. Die Perspektive reicht von der Organisation des Alltags bis zu den Auswirkungen flexibler Lebensmodelle auf Stadtentwicklung, Verkehr und Nachhaltigkeit.
Das Forschungsprojekt am Institut für Geographie und Geoökologie des KIT wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die wissenschaftliche Arbeit verbindet quantitative Analysen mit der Frage, wie sich temporäre und multilokale Wohnformen auf Alltagspraktiken und das Gefühl des Zuhause-Seins auswirken.
Vortrag im Rahmen der GIB Lecture Series
Prof. Caroline Kramer präsentiert die Ergebnisse am Dienstag, 17. November 2026, in der Universität Bayreuth. Der Vortrag findet im Hörsaal H6 im Gebäude GEO I als Hybrid-Veranstaltung statt und ermöglicht damit sowohl die Teilnahme vor Ort als auch digital. Beginn ist um 16:15 Uhr, das Ende ist für 17:45 Uhr vorgesehen.
Die Event-Atmosphäre verbindet akademische Konzentration mit einer offenen Diskussionskultur. Studierende, Forschende und interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten Einblicke in aktuelle humangeographische Forschung und in die Veranstaltungsplanung einer Lecture Series, die Klimakrise, Wirtschaft und gesellschaftlichen Wandel miteinander verknüpft.
Fazit: Ein Vortrag über die Lebensrealität von morgen
Die Veranstaltung zeigt, wie eng Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Nachhaltigkeit miteinander verbunden sind. Wer verstehen möchte, warum Menschen heute häufiger zwischen Orten wechseln, mehrere Lebensmittelpunkte entwickeln oder Wohnentscheidungen neu organisieren, erlebt in Bayreuth einen fundierten und aktuellen Forschungsabend. Der Vortrag lädt dazu ein, die eigene Alltagsmobilität und das persönliche Zuhause aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
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