Das Deutsche Volk im Friedrichsforum Bayreuth: Filmkunst über Hanau und Erinnerung

Event: Dokufilmreihe „Wirklichkeiten“: Das Deutsche Volk in Friedrichsforum, Kleiner Saal, Friedrichstraße 19, 95444 Bayreuth on 23. November 2026

Datum und Uhrzeit

23. November 2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Friedrichsforum
Friedrichstraße 19, 95444 Bayreuth, Deutschland

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Wenn Erinnerung zu Widerstand wird: Das Deutsche Volk im Friedrichsforum

Im Rahmen der Dokufilmreihe „Wirklichkeiten“ zeigt das Friedrichsforum Bayreuth den Dokumentarfilm Das Deutsche Volk von Marcin Wierzchowski. Die Vorführung widmet sich dem rassistischen Anschlag von Hanau am 19. Februar 2020 und erzählt aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden von Trauer, Erinnerung, Aufklärung und dem beharrlichen Kampf um Gerechtigkeit.

Eine dokumentarische Langzeitbeobachtung aus der Perspektive der Angehörigen

Über vier Jahre begleitet Regisseur Marcin Wierzchowski Familien der Opfer. Nicht der Täter steht im Mittelpunkt, sondern die Menschen, die mit dem Verlust weiterleben und sich gegen das Vergessen stellen. Interviews, Archivmaterial und beobachtende Szenen verbinden sich zu einem eindringlichen Dokumentarfilm über Trauerarbeit, gesellschaftliche Verantwortung und die Suche nach Anerkennung.

Schwarz-Weiß-Bilder zwischen Trauer und Anklage

Die ästhetische Gestaltung des Films arbeitet mit eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern. In dieser konzentrierten Bildsprache erscheinen Gesichter, Erinnerungsorte und Gespräche als Räume der Zeugenschaft. Die zurückhaltende dokumentarische Form lenkt die Aufmerksamkeit auf Stimmen, Gesten und Pausen und schafft eine intensive Werkbetrachtung, die über die Filmvorführung hinaus nachwirkt.

Erinnerungskultur und struktureller Rassismus

Das Deutsche Volk fragt, wer in Deutschland als zugehörig gilt und welche gesellschaftlichen Folgen rassistische Ideologien entfalten. Der Film macht sichtbar, wie Hinterbliebene selbst zur Aufklärung beitragen, behördliche Versäumnisse benennen und eine Erinnerungskultur einfordern, die die Namen und Lebensgeschichten der Ermordeten bewahrt.

Kulturelle Bildung durch dokumentarisches Kino

Die Vorführung eröffnet Anknüpfungspunkte für politische Bildung, Ethik, Geschichte und Demokratiebildung. Themen wie Rassismus, institutionelles Versagen, Solidarität, Trauma, Empowerment und gesellschaftlicher Zusammenhalt erhalten durch die persönliche Perspektive der Betroffenen eine konkrete und berührende Dimension. Das Kunsterlebnis entsteht hier durch die Verbindung von filmischer Form, historischer Einordnung und unmittelbarer menschlicher Erfahrung.

Fazit: Ein notwendiger Filmabend im Zeichen der Erinnerung

Besucherinnen und Besucher erwartet ein anspruchsvoller, emotionaler Dokumentarfilm über Hanau, die Folgen rassistischer Gewalt und den langen Weg zu Gerechtigkeit. Die Vorführung im Kleinen Saal des Friedrichsforums bietet Raum für eine konzentrierte ästhetische Erfahrung und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur. Wer gesellschaftlich relevante Filmkunst erleben und die Perspektiven der Hinterbliebenen hören möchte, sollte diesen Abend nicht verpassen.

Offizielle Kanäle von Marcin Wierzchowski:

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Quellen:

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