„Mein Mann das bin hier ich“: Bayreuther Premiere rückt die Frauen der Festspiele ins Licht


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Eine Bayreuther Premiere zwischen Festspielmythos und weiblicher Perspektive
Mit der Performance „Mein Mann das bin hier ich“ öffnet die Studiobühne Bayreuth im Richard Wagner Museum ein pointiertes Kapitel des Jubiläumsprogramms „50/150 – Utopie und Echo“. Die Produktion von Dorothea Kirschbaum rückt Frauen in der Festspielleitung ins Zentrum und verbindet Theateratmosphäre, historische Reflexion und zeitgenössische Bühnenkunst zu einem konzentrierten Bühnenerlebnis. ([wagnermuseum.de](https://www.wagnermuseum.de/informationen/aktuelles/50-150-utopie-und-echo-positionen-projektionen-reflexionen-resonanzen-2/))
Ein Stoff, der Widerspruch und Glanz zugleich trägt
Der Abend setzt dort an, wo Kulturgeschichte selten bequem wird: bei den Wagnerfrauen und -witwen, die überhöht, angefeindet oder übersehen wurden und dennoch das Funktionieren der Festspielmaschine mitprägten. Das Museum selbst beschreibt die Performance als Blick auf starke weibliche Persönlichkeiten, die sich in der Festspielgeschichte behaupten. Damit entsteht kein Denkmalton, sondern ein lebendiger Zugriff auf Dramaturgie, Machtverhältnisse und Erinnerungskultur. ([wagnermuseum.de](https://www.wagnermuseum.de/informationen/aktuelles/50-150-utopie-und-echo-positionen-projektionen-reflexionen-resonanzen-2/))
Der Raum als Mitspieler
Die Sonderausstellungsfläche im Neubau des Richard Wagner Museums bietet für diese Performance einen Ort mit besonderer Spannung: barrierefrei, museal aufgeladen und für kleine, konzentrierte Formate geeignet. Der Veranstaltungsraum ist in der städtischen Übersicht mit rund 200 Sitzplätzen beschrieben; zugleich verweist die Museumsseite auf die Adresse Richard-Wagner-Straße 48 im Herzen Bayreuths. So wird der Spielort selbst zum Resonanzraum zwischen Ausstellung, Geschichte und Gegenwart. ([bayreuth.de](https://www.bayreuth.de/wp-content/uploads/2026/03/Veranstaltungsorte-Bayreuth_2026.pdf))
Inszenierung mit Haltung
Konzeption, Texte und Regie liegen bei Dorothea Kirschbaum. Das verspricht keine illustrative Nacherzählung, sondern eine fokussierte Inszenierung, in der Schauspielkunst, Sprachrhythmus und szenische Verdichtung den Ton angeben. Gerade im Kontext des Festspieljubiläums gewinnt diese Form besondere Kraft: Sie ergänzt die großen Wagner-Mythen um eine Perspektive, die die unsichtbare Arbeit hinter der Bühne sichtbar macht. ([wagnermuseum.de](https://www.wagnermuseum.de/informationen/aktuelles/50-150-utopie-und-echo-positionen-projektionen-reflexionen-resonanzen-2/))
Für wen sich der Abend lohnt
Wer Theater liebt, das nicht nur spielt, sondern befragt, findet hier einen Abend mit kultureller Tiefe. Die Produktion verbindet lokale Theatertradition, musealen Kontext und aktuelle Perspektiven auf weibliche Agency in der Kulturgeschichte. Das Ergebnis verspricht einen dichten, klugen und atmosphärisch aufgeladenen Theaterabend, der Bayreuths Festspielnarrativ um eine neue Stimme erweitert. ([wagnermuseum.de](https://www.wagnermuseum.de/informationen/aktuelles/50-150-utopie-und-echo-positionen-projektionen-reflexionen-resonanzen-2/))
Fazit: „Mein Mann das bin hier ich“ dürfte ein konzentriertes, kluges und sinnlich gedachtes Bühnenerlebnis werden. Wer Bayreuths Festspielgeschichte neu erleben will, sollte diese Premiere live sehen. ([wagnermuseum.de](https://www.wagnermuseum.de/informationen/aktuelles/50-150-utopie-und-echo-positionen-projektionen-reflexionen-resonanzen-2/))
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